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Auch bei Kovac und der Eintracht stirbt die Hoffnung zuletzt

Frankfurt. sid

Vielleicht sollte Niko Kovac vor dem Endspurt in der Fußball-Bundesliga Rat bei Tochter Laura einholen. "Sie hat eine Taktik entwickelt, bei der ich nicht mitkomme", sagte der Trainer der abstiegsbedrohten Frankfurter Eintracht über die gemeinsamen Stunden beim Spiel "Mensch ärgere dich nicht". Dort sei Laura inzwischen zu stark. "Und Verlieren", sagt Kovac, "mag ich überhaupt nicht".

Was für den Familienvater privat leicht zu verschmerzen sein sollte, darf dem Cheftrainer an diesem Samstag nicht wieder passieren. Die Partie bei Bayer Leverkusen (15.30 Uhr/Sky) ist für die Hessen eines von fünf Endspielen, nach denen auf keinen Fall der fünfte Abstieg der Vereinsgeschichte stehen soll. "Die Jungs wissen, was die Stunde geschlagen hat", sagt Kovac.

Ein Zähler trennt den Tabellen-17. vom Relegationsrang, zum rettenden Ufer sind es zwei mehr. Das Problem: Frankfurt hat in den vergangenen acht Partien lediglich zwei Tore erzielt. Und das Restprogramm ist alles andere als leicht. "Wir sind weit davon entfernt, bereits aufzugeben", sagte der zum Saisonende scheidende Vorstandsboss Heribert Bruchhagen. Der 67-Jährige will es als Hoffnung verstehen, wenn er sagt, dass die Eintracht "noch gegen direkte Mitkonkurrenten spielt". Bei Darmstadt 98 und Werder Bremen , den Abstiegsrivalen, wären Niederlagen aber ebenso schlimm wie gegen Mainz 05 und Borussia Dortmund .