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Argentinien setzt bei der WM auf Messi und Maradona

Pretoria. Macht Maradona den Unterschied? "Wir glauben an uns und haben große Träume, und natürlich werden Diegos Erfahrungen eine große Rolle spielen", sagte Lionel Messi am Freitag

Pretoria. Macht Maradona den Unterschied? "Wir glauben an uns und haben große Träume, und natürlich werden Diegos Erfahrungen eine große Rolle spielen", sagte Lionel Messi am Freitag. Ebenso wie der Weltfußballer sieht auch 78er-Weltmeister Mario Kempes in der Erfahrung des argentinischen Nationaltrainers als Spieler einen möglicherweise entscheidenden Faktor im Kampf um den WM-Titel. Diese könnte bei der Kabinenansprache kurz vor dem Anpfiff entscheidend sein, meinte Kempes in der Tageszeitung "Die Welt". Für den Torschützenkönig von 1978 stehen letztlich aber die Spieler "noch mehr in der Pflicht". Auf einen werden dabei ganz besonders die Augen gerichtet sein: Nach der nur mühsam geschafften und von vielen Nebengeräuschen begleiteten Qualifikation will Messi seiner Titelsammlung mit dem FC Barcelona nun die WM-Trophäe hinzufügen - mit gerade mal 22 Jahren. "Ich träume davon, mit der argentinischen Nationalelf die Weltmeisterschaft zu gewinnen, danach mit Barcelona an das Erreichte anzuknüpfen und noch viel mehr zu erreichen", sagte Messi, der sich derzeit mit seinen Teamkollegen und Coach Maradona in Pretoria auf das WM-Auftaktspiel am 12. Juni gegen Nigeria vorbereitet. "Ich glaube, ich habe noch immer nicht alles erreicht", so der wieselflinke Angreifer mit dem Spitznamen "El Pulga" (der Floh). Messi ist der Hoffnungsträger einer ganzen Nation, der Linksfuß gilt längst als legitimer Nachfolger Maradonas. "Die Verantwortung sollte nicht auf einem Spieler lasten", betonte allerdings Kempes. "Wir können Messi ja meinetwegen als Kopf der Mannschaft bezeichnen. Es wird aber nicht so sein, dass er Argentinien im Alleingang zum WM-Titel führt", sagte Kempes. dpa