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Anwälte von Schwenker und Serdarusic fordern Freispruch

Kiel. Den Angeklagten Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic blieb im Handball-Prozess um angebliche Schiedsrichter-Manipulation das letzte Wort, bevor der Richter am Donnerstag urteilen wird. "Ich schließe mich den Ausführungen meines Anwalts an", sagten der ehemalige Manager des THW Kiel, Schwenker, und Ex-Trainer Serdarusic einhellig

Kiel. Den Angeklagten Uwe Schwenker und Zvonimir Serdarusic blieb im Handball-Prozess um angebliche Schiedsrichter-Manipulation das letzte Wort, bevor der Richter am Donnerstag urteilen wird. "Ich schließe mich den Ausführungen meines Anwalts an", sagten der ehemalige Manager des THW Kiel, Schwenker, und Ex-Trainer Serdarusic einhellig. Ihre Verteidiger waren zuvor zu der gleichen Auffassung gekommen: Nach 18 Verhandlungstagen müssen ihre Mandanten freigesprochen werden."Es ist alles getan worden, um den haltlosen Vorwürfen der Staatsanwaltschaft nachzugehen. Es wurde schmutzige Wäsche gewaschen. Die Hauptverhandlung hat keinen Beweis für die Schuld von Uwe Schwenker erbracht", sagte dessen Anwalt Michael Gubitz vor der 5. Strafkammer des Kieler Landgerichts. Der Verteidiger von Zvonimir Serdarusic, Marc Langrock, fügte hinzu: "Es gibt kein einziges Indiz aus dem sich schließen lässt, dass eine Geldübergabe an die Schiedsrichter stattgefunden hat. Eine Spielmanipulation hat es nicht gegeben."

Die Staatsanwaltschaft wirft Schwenker und Serdarusic vor, mit Hilfe des kroatischen Mittelsmannes Nenad Volarevic die Schiedsrichter des Finalrückspiels der Champions League 2007 bestochen zu haben. So sollen sich die Angeklagten den Titel im Duell mit der SG Flensburg-Handewitt erkauft haben. Am vergangenen Mittwoch forderte Oberstaatsanwalt Axel Goos daher eine 18-monatige Bewährungsstrafe für Schwenker und 17 Monate auf Bewährung für Serdarusic. sid

Foto: Guelland/dpa