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Andreas Rubly muss sich knapp geschlagen geben

 Hans Strobel lässt seinem Coeur de Lion nach fehlerfreiem Ritt zufrieden eine Decke auflegen. Foto: cvw
Hans Strobel lässt seinem Coeur de Lion nach fehlerfreiem Ritt zufrieden eine Decke auflegen. Foto: cvw FOTO: cvw
Zweibrücken. Erfolgreichste Starter des RFV Zweibrücken beim Springturnier des Saar-Pfälzische Springreiterclubs im Zweibrücker Landgestüt waren Jennifer Bender und Hans-Günter Klein. Andreas Rubly verpasste den Sieg um zwei Sekunden. Von Merkur-MitarbeiterinCordula von Waldow

Für viele Reiter ist es etwas Besonderes, in Zweibrücken zu starten. Das bewies auch das Turnier, das der Saar-Pfälzische Springreiterclub am Wochenende im Landgestüt veranstaltete. Im Winter freuen sich die Springreiter über jede Gelegenheit, sich und ihre Pferde zu messen. Einen solchen Boom wie in Zweibrücken jedoch hat der Club noch nicht erlebt. "Alle wollen reiten und Zweibrücken bietet mit dem optimalen Ebbe-Flutboden in gleich zwei Reithallen allerbeste Bedingungen", sagt der stellvertretende Club-Vorsitzende, Steffen Hauter vom Großsteinhauserhof. Erstmals in seiner siebenjährigen Geschichte musste der Springreiterclub die Nachnennungen begrenzen.

Neben der regionalen Elite maßen sich mit die bedeutendsten Springreitern aus Rheinland-Pfalz-Saar in elf Wettbewerben vom ambitionierten Nachwuchs ab Klasse A** über Jungpferdeprüfungen bis hin zum krönenden S-Springen am Sonntagnachmittag. Wo sonst weniger als 20 Reiter melden, waren es diesmal über 30, die den reellen Parcours meisterten. Der Saarländer Andreas Woll unterbot mit seiner Stute Sweetest Tabou den Lokalmatador Andreas Rubly (RFV Zweibrücken) auf Monodie und Couleur Noire um gut zwei Sekunden. Ansonsten verteilten sich Siege, Plätze und "Erfahrung sammeln" mit jungen Pferden relativ gleichmäßig. Beste Zweibrücker Reiter waren Jennifer Bender vom Stall Rubly, die mit Nachwuchspferd Maja unter anderem Silber und Bronze in der A-Klasse gewann, sowie Hans-Günter Klein. Auf seinem selbst gezogenen Wallach Cacosius siegte er in einem M*-Springen. Bei den Turnieren des Springreiterclubs haben die Götter doppelten Schweiß vor den Preis gesetzt. Die Reiter müssen nicht nur ihre Pferde optimal vorbereiten, sondern auch nach Angabe des Parcoursbauers die Hindernisse stellen, im Parcoursdienst alle hinab gefallenen Stangen wieder auflegen und den empfindlichen Hallenboden abäppeln. "Reiten" steht weit im Vordergrund vor jeglichem Rahmenprogramm, das bei anderen Turnieren gerne angenommen wird.

Einziges Manko in der Infrastruktur: Fahrzeuge und Teilnehmer versanken auf dem Parkplatz zwischen Fest- und Reithalle nahezu im Matsch.

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Auf einen BlickAusgewählte Ergebnisse: A**-Springen (2 Abteilungen): 2. Jennifer Bender (RFV Zweibrücken) mit Maja (0/47,92) und 5. mit Camelot (0/53,37), 4. Maike Kau (RSV Käshofen) mit Cher S(0/49,78). L-Springen: 3. Hans-Günter Klein (RFV Zweibrücken) mit Luino (0/50,99), 4. Franziska Assel (Pirmasens-Winzeln) mit Lady Gaga (0/53,62), 5. mit Little Big Man (0/53,86). M*-Springen: 1. Hans-Günter Klein (RFV Zweibrücken) mit Cacosius (0/49,50), 3. Lisa Heim (RFV Pirmasens-Winzeln) mit Van Gogh (0/52,84), 6. Franziska Assel (RFV Pirmasens-Winzeln) mit Little Big Man (0/55,50), 7. Niklas Betz (RFV Limbach) mit Caprice (0/57,05), 8. Steffen Hauter (RC Großsteinhauserhof) mit Charly Obolensky (0(57,94) und 10. mit Cristofer (0/61,88), 12. Anne Oberle (RFV Zweibrücken) mit Grafchristo (4/54,85). S-Springen: 1. Andreas Woll (RFV Neunkirchen) mit Sweetest Tatoo (0/52,44), 2. Andreas Rubly (RV Zweibrücken) mit Monodie (0/54,53) und 3. mit Couleur Noire (0/59,61), 5. Steffen Hauter (Großsteinhauserhof) mit Charly Obolensky (0/61,67). cvw