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Alonso bleibt ein "Roter"

 Grund zur Freude für Fernando Alonso: Der Spanier verlängerte seinen Vertrag als Pilot im Ferrari-Cockpit bis 2016. Er gilt als Top-Verdiener der PS-Branche. Foto: dpa
Grund zur Freude für Fernando Alonso: Der Spanier verlängerte seinen Vertrag als Pilot im Ferrari-Cockpit bis 2016. Er gilt als Top-Verdiener der PS-Branche. Foto: dpa
Barcelona. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat vor dem Großen Preis von Spanien an diesem Sonntag der Forderung der Teams nach mehr Geld aus dem Vermarktungs-Topf eine klare Absage erteilt: "Null Chance, dass sie 70 Prozent bekommen. Sie sollten happy mit dem sein, was sie haben." Bislang erhalten die Rennställe etwa 50 Prozent der Vermarktungs-Einnahmen Von dpa-Mitarbeiter Carsten Lappe

Barcelona. Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat vor dem Großen Preis von Spanien an diesem Sonntag der Forderung der Teams nach mehr Geld aus dem Vermarktungs-Topf eine klare Absage erteilt: "Null Chance, dass sie 70 Prozent bekommen. Sie sollten happy mit dem sein, was sie haben." Bislang erhalten die Rennställe etwa 50 Prozent der Vermarktungs-Einnahmen.Ecclestone muss mit den Rennställen bald über einen neuen Grundlagenvertrag verhandeln. Das sogenannte Concorde Agreement läuft Ende 2012 aus. Im Ringen um mehr Einfluss und Geld prüfen die Top-Teams Ferrari, McLaren, Red Bull und Mercedes angeblich die Gründung einer eigenen Rennserie. Auch über einen Verkauf der Rechte an der Motorsport-Königsklasse an Medien-Milliardär Rupert Murdoch wurde zuletzt spekuliert. Die Investmentgesellschaft CVC plane jedoch gar keinen Verkauf, beteuerte der als Formel-1-Geschäftsführer bei dem Unternehmen angestellte Ecclestone erneut. "Sie sind happy mit der Formel 1. Was sie damit einnehmen, verwenden sie dafür, ihre anderen Geschäfte zu betreiben. Die Zukunft ist gut. Warum sollten sie verkaufen?", erklärte der 80-Jährige.

Auswirkungen auf die Zukunft des zweimaligen Weltmeisters Fernando Alonso hat dies sowieso nicht. Der Spanier hat vor seinem Heimrennen seinen Vertrag bei Ferrari um vier Jahre bis 2016 verlängert. Die Scuderia sei für ihn "wie eine zweite Familie", sagte der 29-Jährige gestern. Er werde seine Karriere "ohne Zweifel" bei dem Traditions-Rennstall beenden. Alonso war 2010 zu Ferrari gewechselt - als Nachfolger des Finnen Kimi Räikkönen - und hatte zunächst einen Dreijahresvertrag unterschrieben.

Ferrari-Boss Luca di Montezomolo bescheinigte dem Champion von 2005 und 2006 "Siegermentalität auch in den schwierigsten Umständen". Vor dem fünften Saison-Rennen ist Alonso WM-Fünfter und hat mit 41 Punkten bereits 52 Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Sebastian Vettel (Red Bull). Alonso gilt mit geschätzten Gesamteinnahmen von mehr als 22 Millionen Euro pro Jahr als der Top-Verdiener der PS-Branche. Damit dürften sich auch die Hoffnungen von Weltmeister Sebastian Vettel auf das Ferrari-Cockpit zerschlagen haben. Denn dass Alonso und der schnelle Deutsche gemeinsam in einem Team fahren, gilt als sehr unwahrscheinlich. Alonso bringe alle technischen und fahrerischen Fähigkeiten mit, um eine wichtige Rolle in der Geschichte von Ferrari zu spielen. Er hoffe, so Montezemolo, dass Alonso die Ferrari-Tradition schon bald mit weiteren Siegen fortsetzen kann.



Zu sehen ist das Rennen am Sonntag bei RTL (ab 12.45 Uhr). Und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern: Der Fernsehsender hat einen neuen Vertrag mit der Formula One World Championship Limited geschlossen. Er beginnt 2012 und endet nach der Saison 2015. Damit setzen beide Partner ihre seit 20 Jahren bestehende Zusammenarbeit fort.

"Wohl keine andere Sportart hat die Marke eines TV-Senders so nachhaltig geprägt wie die Königsklasse des Motorsports, die beständig zu den begehrtesten Fernseh-Sportarten weltweit zählt. Ich freue mich deshalb ganz besonders, dass wir die Erfolgsgeschichte fortschreiben", sagte RTL-Geschäftsführerin Anke Schäferkordt gestern.