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"50+1-Regel": Kind will bei Europäischem Gerichtshof klagen

Hannover. Im Kampf um die Abschaffung der "50+1-Regel" im deutschen Profifußball erwägt Martin Kind sogar den Gang vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH). "Das kann sich aber noch eine Weile hinziehen", sagte der Präsident des Bundesligisten Hannover 96 gestern. "Nach meiner Einschätzung würden wir den Prozess vor einem öffentlichen Gericht gewinnen

Hannover. Im Kampf um die Abschaffung der "50+1-Regel" im deutschen Profifußball erwägt Martin Kind sogar den Gang vor den Europäischen Gerichtshof (EuGH). "Das kann sich aber noch eine Weile hinziehen", sagte der Präsident des Bundesligisten Hannover 96 gestern. "Nach meiner Einschätzung würden wir den Prozess vor einem öffentlichen Gericht gewinnen. Aber am Ende gäbe es definitiv nur Verlierer, die DFL, den DFB und natürlich uns", meinte der Geschäftsmann. Kind hofft daher, dass die DFL-Ligaversammlung am 10. November in Frankfurt am Main einen Antrag des Zweitligisten FSV Frankfurt annimmt. Dieser sieht vor, dass der Ligavorstand mit der Ausarbeitung eines Konsensmodells beauftragt wird. Kind plädiert für das Frankfurter Modell, denn: "Es muss ein Konsens geschaffen werden, um die Zukunft der Clubs aktiv mitzugestalten." Er wolle jedenfalls nur klagen, sollte keine Einigung gefunden werden. Durch die "50+1"-Regel wird bislang verhindert, dass Investoren mehr als 50 Prozent der Anteile an einem Fußball-Club erwerben können. dpa