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3. Fußball-Liga
FCK erwartet „aufgeheizte“ Atmosphäre

 Auf ein Erfolgserlebnis hoffen die Lautrer am Samstag beim Tabellennachbarn SV Meppen.
Auf ein Erfolgserlebnis hoffen die Lautrer am Samstag beim Tabellennachbarn SV Meppen. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Kaiserslautern. Nach der Länderspielpause kehrt am Samstag mit dem Auswärtsspiel beim SV Meppen wieder der Ligaalltag für den Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern zurück.

Aggressivität und Zweikampfhärte, gepaart mit spielerischen Elementen und Torabschlussstärke: So lautet das Rezept von Sascha Hildmann, Trainer des 1. FC Kaiserslautern, für das erfolgreiche Bestehen beim SV Meppen. Er und sein Team hätten das spielfreie Wochenende dazu genutzt, um den Fokus sowohl auf das Verteidigen als auch auf den Spielaufbau zu legen. Ebenfalls auf dem Trainingsplan stand dabei die Arbeit im mentalen Bereich: Denn laut Hildmann „ist der Kopf meist das Entscheidende.“ Kopfsache wird sicherlich auch das Spiel im Emsland sein, das Sascha Hildmann als „schwierige Aufgabe“ empfindet. Er erwartet einen leidenschaftlichen Gegner, der über ein sehr gutes Umschaltspiel verfügt und fleißig gegen den Ball arbeitet. Dass in Meppen eine „aufgeheizte“ Atmosphäre vorherrschen wird, mache die Sache natürlich nicht leichter: „Dort ist ein richtig schönes, kleines Stadion mit viel Action, wo die Zuschauer direkt hinter dir sitzen und dir auch mal ein paar Worte direkt an den Kopf werfen“, beschreibt der 47-jährige Übungsleiter die Bedingungen, die auf ihn und seine Mannschaft am Samstag wohl zukommen werden.

Die Lautrer können allerdings mit leichtem Rückenwind in diese Begegnung gehen: In den vergangenen beiden Drittliga-Partien sammelten die Roten Teufel mit dem Sieg beim FSV Zwickau (5:3) sowie dem Unentschieden im Derby zu Hause gegen den SV Waldhof Mannheim (1:1) vier von möglichen sechs Punkten und zeigten in Hildmanns Augen „gute spielerische Leistungen“. Dazu kommt der Einzug in die nächste Verbandspokalrunde durch den klaren 6:0-Sieg über Phönix Schifferstadt (6:0).

Auf eine gute spielerische Leistung kombiniert mit Stärken im Torabschluss werde es auch in Meppen ankommen, betont der FCK-Coach.. „Schaffen wir das, dann haben wir gute Chancen“, erklärt Hildmann und hofft darauf, dass sein Team nach einem holprigen Saisonbeginn eine gewisse Konstanz entwickeln kann. Diese ist nötig, um Anschluss an die vordere Tabellenregion zu halten. Denn der aktuelle zehnte Platz ist zu wenig für die eigenen Ansprüche der Pfälzer. Spitzenreiter Braunschweig ist bereits neun Punkte weg, auf den Zweitplatzierten, Hallescher FC, sind es sechs Zähler. Da ist es fast sogar schon Pflicht, gegen den um einen Rang schlechter stehenden SV Meppen zu gewinnen.



Anwärter auf Plätze in der Anfangsformation am Samstag sind der erst gegen Ende August von der SG Dynamo Dresden verpflichtete Lucas Röser sowie Simon Skarlatidis: „Lucas ist fit und bereit für 90 Minuten. Simon ist sehr heiß auf das Spiel und ein absoluter Kandidat für die Startelf“, gewährt Hildmann einen Einblick in seine Überlegungen. Große Fragezeichen stehen unterdessen hinter den Einsätzen von Innenverteidiger José-Junior Matuwila (Magen-Darm-Virus) und Mittelfeldspieler Janik Bachmann (Prellung am Fuß). Fallen beide aus, kann es durchaus möglich sein, dass Sascha Hildmann ein anderes Spielsystem wählen wird. Definitiv verzichten muss der Coach auf seinen Stürmer Andri Bjarnason, der unter der Woche im Training umgeknickt ist und jetzt über einen geschwollenen Knöchel klagt. Unterstützung erhalten wird die Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern von über 1000 Anhängern, die die Reise ins Emsland antreten.