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Ergebniskrise
Richtungsweisende Spiele für den FCK

Trainer Michael Frontzeck gibt den Weg des 1. FC Kaiserslautern vor. Mit Erfolgen in Jena und Braunschweig soll dieser wieder nach oben führen.
Trainer Michael Frontzeck gibt den Weg des 1. FC Kaiserslautern vor. Mit Erfolgen in Jena und Braunschweig soll dieser wieder nach oben führen. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Kaiserslautern. Auf einem guten Weg sieht Trainer Michael Frontzeck sein Team nach der Leistungssteigerung in den letzten Spielen. Lediglich das Ergebnis habe nicht gestimmt. Dennoch hilft dem 17. der 3. Liga nur ein Sieg in Jena, um aus dem Tabellenkeller herauszukommen.

Lange Zeit, den erneut vergebenen Punkten nachzutrauern, hat der 1. FC Kaiserslautern nicht. Nach dem „intensiven Spiel gegen Fortuna Köln“ am Montagabend, in dem die Mannschaft von Trainer Michael Frontzeck in der Nachspielzeit das 3:3 kassierte, steht am Samstag (14 Uhr) das nächste wichtige Auswärtsspiel beim FC Carl Zeiss Jena an. In dem die Pfälzer, die derzeit mit sieben Punkten lediglich Platz 17 der Drittliga-Tabelle belegen, auf Zähler angewiesen sind. Die Ausgangslage könnte für den Zweitliga-Absteiger besser sein.

„Wie viel wir am Montag investiert haben, hat sich am Dienstagmorgen gezeigt. Zu den Langzeitverletzten sind einige neue hinzugekommen“, erklärte Frontzeck am Donnerstag auf der Pressekonferenz. Nachdem mit Lukas Spalvis bereits der etatmäßige Stürmer Nummer eins wegen einer Knieoperation längerfristig fehlt, drohen mit Timmy Thiele, Christoph Hemlein (beide Knieverletzung) und Julius Biada (Wadenblessur) drei weitere Offensivkräfte auszufallen. Weil auch Torhüter Jan-Ole Sievers mit einem Sehnenanriss im linken Arm ausfällt, soll Ersatzmann Wolfgang Hesl (32) zu seinem Debüt bei den Profis kommen

„Wir müssen schauen, dass wir am Samstag eine frische Mannschaft auf dem Platz haben. Mit 80 Prozent in ein Spiel zu gehen, wird nicht funktionieren. Das haben die bisherigen Drittligapartien deutlich gezeigt“, sagte der FCK-Trainer. Daher wird er beim Zusammenstellen der Startelf genau hinschauen, wer von seinen Jungs wirklich fit ist. Zumal es für die Pfälzer bereits am Dienstagabend, 19 Uhr, mit dem neunten Saisonspiel beim Vorletzten Eintracht Braunschweig weiter geht.



Den Auftakt der beiden Schlüsselspiele, in denen der FCK unbedingt punkten muss, um aus dem Tabellenkeller zu klettern, macht aber die Partie in Jena. Der derzeit Zehnte sei richtig gut in die Saison gestartet, betonte Frontzeck. „Bei dem, was ich bisher gesehen habe, zeigen sie eine Mischung aus robustem und fußballerisch gutem Spiel.“ Ganz unabhängig davon, was der Gegner auf dem Platz macht, müsse seine Mannschaft aber an die Leistung anknüpfen, die sie in den zurückliegenden Wochen gezeigt hat. „Es ist klar, dass sieben Punkte aus sieben Spiele unterm Strich zu wenig sind. Wir haben uns dabei teilweise selbst ins Bein geschossen.“ Dennoch: Trotz vieler Dinge, an denen seine junge Mannschaft noch arbeiten müsse, sei sie dennoch auf dem richtigen Weg, erklärte Frontzeck. Er sei zuversichtlich: „In den letzten beiden Spielen gegen Zwickau (1:1) und Fortuna Köln (3:3) hat nur das Ergebnis nicht gestimmt“, zeigte sich der Trainer mit der Leistungssteigerung zufrieden.

Ein besseres Ergebnis muss den Roten Teufeln nach sieben Spielen in Folge ohne Sieg, einschließlich DFB-Pokal, möglichst schnell gelingen, um nicht immer tiefer in den Tabellenkeller zu geraten. „Es darf jetzt alles passieren, aber die Spieler dürfen keine Blockade im Kopf bekommen“, sagte Frontzeck, dessen Elf in den letzten beiden Partien jeweils bittere Gegentreffer in der Nachspielzeit schlucken musste. Zu hängenden Köpfen gebe es aber keinen Grund. „Ich glaube, unabhängig davon, dass wir zu wenige Punkte geholt haben – das weiß jeder in Kaiserslautern –, die Mannschaft merkt, dass sie in der Lage ist, Spiele zu gewinnen.“ Und genau das müsse sie jetzt, am besten schon in Jena, auf den Platz bringen, „ohne dabei die Nerven zu verlieren“. Denn nur ein Sieg am Samstag würde die angespannte Lage verbessern.