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DFB-Pokal
Bayern müht sich an der Bremer Brücke

Bayern-Trainer Niko Kovac stand viel an der Seitenlinie und machte seinem Unmut Luft.
Bayern-Trainer Niko Kovac stand viel an der Seitenlinie und machte seinem Unmut Luft. FOTO: AP / Martin Meissner
Osnabrück. Der deutsche Rekordmeister tut sich im DFB-Pokal gegen Regionalligist Rödinghausen beim 2:1 schwer. Mainz scheitert nach Verlängerung in Augsburg. sid

Mit dem zweiten Anzug und einiger Mühe hat Rekordmeister Bayern München das Achtelfinale des DFB-Pokals erreicht. Ohne ein halbes Dutzend verletzter oder angeschlagener Stars setzte sich das weiter nach seiner Souveränität suchende Team von Trainer Niko Kovac beim Regionalligisten SV Rödinghausen mit 2:1 (2:0) durch. Sandro Wagner (8.) und Thomas Müller (13., Foulelfmeter) erzielten die Treffer für den Rekordpokalsieger. Nach dem Seitenwechsel sorgte der Außenseiter durch Linus Meyer (49.) noch einmal für Spannung.

Letztlich blieben die Münchner im Ausweichstadion an der Bremer Brücke in Osnabrück im 28. Auswärtsspiel nacheinander im Cup-Wettbewerb erfolgreich und bauten damit ihren Rekord aus. Zudem überwintert der FC Bayern zum zwölften Mal in Folge im DFB-Pokal, das Achtelfinale steigt am 5./6. Februar 2019.

Schon in der ersten Runde hatten die Bayern mit 1:0 beim Viertligisten SV Drochtersen/Assel gerade noch eine Blamage verhindert. Auch mit dem Tabellenfünften der Regionalliga West machte der Favorit vier Tage vor dem Ligaspiel gegen den SC Freiburg keinen kurzen Prozess – wohl auch, weil in James (Erkältung), Jérôme Boateng (Magen-Darm), Arjen Robben (Rücken-Blockade), Mats Hummels (Adduktoren-Probleme), Corentin Tolisso (Kreuzbandriss) und Kingsley Coman (Syndesmoseriss) wichtige Stützen fehlten. Zudem ließ Kovac Torjäger Robert Lewandowski und Nationalspieler Joshua Kimmich zunächst auf der Bank, dort nahm auch der zuletzt starke Serge Gnabry Platz.



Der Rekordmeister leistete sich vor allem in der zweiten Halbzeit einige Fehler. Wagner vergab einige Gelegenheiten auf das dritte Tor, Rödinghausens Keeper Niclas Heimann verhinderte mit einer starken Parade gegen Bayerns Franck Ribéry die Entscheidung (75.). Von den Gastgebern kam offensiv mehr, ein zweites Tor gelang dem Außenseiter aber nicht mehr. Die Münchner brachten den knappen Vorsprung über die Zeit.

Der VfL Wolfsburg steht derweil zum dritten Mal in Serie im Achtelfinale des DFB-Pokals und hat Hannover 96 endgültig in die Krise geschossen. Admir Mehmedi (20. Minute) und Wout Weghorst (90.+3) erzielten am Dienstagabend die Tore für das Team von Trainer Labbadia zum 2:0 (1:0) im Nachbarschaftsduell in Hannover. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sie hat alles probiert“, sagte Hannovers Sportdirektor Horst Heldt und nahm auch zur Krise Stellung: „Dramatisch ist vielleicht einen Tick zu weit, aber natürlich sind wir im Abstiegskampf.“ Für Hannover, den Drittletzten der Fußball-Bundesliga, war es die sechste Pflichtspiel-Niederlage in dieser Saison. Vor der Partie am Samstag beim FC Schalke 04 nimmt der Druck auf das Team von André Breitenreiter nun deutlich zu.

Viel Arbeit hatte Hertha BSC beim 2:0-Erfolg bei Darmstadt 98. Joker Vedad Ibisevic erzielte vor 15 000 Zuschauern das 1:0 (64.) mit seinem ersten Ballkontakt, der ebenfalls eingewechselte Maximilian Mittelstädt (88.) erhöhte. Bundesliga-Schlusslicht Fortuna Düsseldorf beendete zeitgleich die Pokalträume von Südwest-Regionalligist SSV Ulm und gewann mit 5:1 – war aber nach 20 Sekunden mit 0:1 in Rückstand geraten.

Der FC Augsburg drehte die Partie und gewann gegen den 1. FSV Mainz in der Verlängerung noch mit 3:2 (2:2, 1:2).