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2. Fußball-Bundesliga
2. Liga: Köln investiert, HSV ist noch vorsichtig

Mittelfeldspieler Dominick Drexler, der ehemals für Holstein Kiel auflief, ist der teuerste Neuzugang des Erstliga-Absteigers 1. FC Köln. Er kam vom dänischen Erstligisten FC Midtjylland und kostete 4,5 Millionen Euro.
Mittelfeldspieler Dominick Drexler, der ehemals für Holstein Kiel auflief, ist der teuerste Neuzugang des Erstliga-Absteigers 1. FC Köln. Er kam vom dänischen Erstligisten FC Midtjylland und kostete 4,5 Millionen Euro. FOTO: dpa / Axel Heimken
Düsseldorf. Am Wochenende startet die Saison in der 2. Fußball-Bundesliga. dpa

(dpa) Kurz vor dem Start der neuen Saison in der 2. Fußball-Bundesliga haben die meisten Vereine ihre Kader beisammen. Besonders aktiv auf dem Spielermarkt waren Holstein Kiel und der SV Sandhausen. Insgesamt standen bei den 18 Fußballclubs bis gestern Mittag 144 Zugänge und 161 Abgänge fest. Bis zum offiziellen Transferende am 31. August können die Vereine ihre Kader allerdings noch nachbessern. Insgesamt gaben die Zweitligisten nur rund 25 Millionen Euro für neue Spieler aus und nahmen im Gegenzug etwa 65 Millionen Euro durch Verkäufe und Leihgeschäfte ein.

Die größten Investitionen tätigte Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln, der geschätzt rund zwölf Millionen Euro für neues Personal ausgab. Top-Transfers unter den sieben Neuzugängen sind Mittelfeldspieler Dominick Drexler, der für etwa 4,5 Millionen Euro vom FC Midtjylland aus Dänemark kam, und Louis Schaub (Rapid Wien/3,5). Zudem verstärken den Kader Niklas Hauptmann (Dynamo Dresden), Lasse Sobiech (FC St. Pauli), Benno Schmitz (RB Leipzig), Matthias Bader (Karlsruher SC) und Rafael Czichos (Holstein Kiel). Der FC nahm durch Verkäufe aber auch das meiste Geld aller Clubs (etwa 17,0 Millionen Euro) ein. Zehn Spieler haben die Kölner nach dem Abstieg abgegeben.

Teuerster Zweitliga-Abgang war der Franzose Marcel Tisserand, den der FC Ingolstadt bereits an den VfL Wolfsburg verliehen hatte und nun für geschätzte rund sieben Millionen Euro an die Niedersachsen verkaufte. Die Bayern reinvestierten das Geld und rüsteten ihren Kader für etwa 6,5 Millionen Euro auf.



Der Hamburger SV haushaltet nach dem Bundesliga-Abstieg dagegen vorsichtig und gab nur für Khaled Narey (Greuther Fürth) etwa 1,7 Millionen Euro aus. Im Gegenzug flossen geschätzt rund 14 Millionen Euro durch die Verkäufe von Walace, Luca Waldschmidt und André Hahn in die HSV-Kasse. Neun weitere Spieler haben den Club verlassen. Insgesamt schnüren ab der am Freitag startenden Saison acht neue Spieler die Schuhe für die Hamburger. Los geht’s für den HSV um 20.30 Uhr gegen Holstein Kiel. Der 1. FC Köln eröffnet die Runde am Samstag mit der Auswärtspartie beim VfL Bochum.

Die weitaus meisten Profis in der 2. Liga wechselten ablösefrei die Seiten, auch die Tendenz zu vergleichsweise günstigen Leihgeschäften setzt sich fort.