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Familientreffen bei FCS gegen Karlsruhe

 Der KSC ist für FCS-Trainer Lukas Kwasniok „wie der erste Kuss, den vergisst du nicht“. Der 38-Jährige war in Karlsruhe Trainer und machte dort auch seine ersten Schritte als Trainer. Und Saarbrückens Linksverteidiger Mario Müller ist der Stiefsohn des am Montag geschassten KSC-Trainers Alois Schwartz.
Der KSC ist für FCS-Trainer Lukas Kwasniok „wie der erste Kuss, den vergisst du nicht“. Der 38-Jährige war in Karlsruhe Trainer und machte dort auch seine ersten Schritte als Trainer. Und Saarbrückens Linksverteidiger Mario Müller ist der Stiefsohn des am Montag geschassten KSC-Trainers Alois Schwartz. FOTO: Andreas Schlichter
Saarbrücken. Saarbrückens Sportdirektor Mann und Trainer Kwasniok haben familiäre Bindungen zum KSC. Von Patric Cordier

(cor) 1992 moderierte Werner Schulze-Erdel die erste Ausgabe der Fernsehsendung „Familienduell“. 2274 Ausgaben folgten, bis die Spielshow 2018 eingestellt wurde. Wenn der Fußball-Regionalligist 1. FC Saarbrücken an diesem Mittwoch (20.45 Uhr/Sky) im Achtelfinale des DFB-Vereinspokals auf den Zweitligisten Karlsruher SC trifft, hätte es eigentlich gleich drei „Familienduelle“ geben können.

Sowohl FCS-Trainer Lukas Kwasniok wie auch Sportdirektor Marcus Mann haben familiäre Bindungen zu dem Verein. Nach der Entlassung von KSC-Trainer Alois Schwartz fällt die dritte Familienzusammenführung aus. „Das tut mir natürlich sehr leid“, sagt Mario Müller, Linksverteidiger beim FCS und Stiefsohn von Schwartz, „meine Mama und er sind zusammen, seit ich zwei, drei Jahre bin. Ich bin mit ihm aufgewachsen. Uns verbindet sehr viel.“ Mama Jutta kann jetzt dem Sohn uneingeschränkt die Daumen drücken. „Ich glaube, das hätte sie sowieso getan.“

Für Schwartz übernimmt der bisherige Co-Trainer Christian Eichner – pikanterweise ist das der Schwager von FCS-Sportdirektor Marcus Mann. „Da war es gut, dass wir in den letzten Wochen nicht so oft über das Spiel geredet haben – oder wäre es vielleicht doch besser gewesen“, scherzte Mann. „Fakt ist, dass der KSC damit ein Stück unberechenbarer geworden ist.“ Mann wurde in der Jugend des KSC ausgebildet und trug bis 2006 das blau-weiße Trikot. „Ich habe noch ein paar Kontakte dorthin, Teammanager Burkhard Reich war damals Co-Trainer, mit Manuel Stiefler habe ich in Saarbrücken gespielt. Ich war zwar elf Jahre dort, aber die emotionale Bindung lässt schon nach mit der Zeit.“



Kwasniok reagiert emotional auf die Nachricht von Schwartz’ Entlassung: „Alois war immer authentisch, hat immer mit Überzeugung das spielen lassen, was er für richtig gehalten hat. Und damit hatte der KSC viel Erfolg. Sie können keine 20 neuen Spieler holen, darum wird sich an der Grundausrichtung nichts ändern. Aber wie ich „Eiche“ kenne, wird er ein, zwei Überraschungen parat haben.“

Kwasnioks Sohn Brooklyn spielt in der U17 des KSC. Der FCS-Trainer selbst machte dort die ersten Schritte in die Trainerkarriere. „Es ist wie der erste Kuss, den vergisst du nicht. Ich habe dem Verein sehr viel zu verdanken. Es war mein erster Verein, ich war da elf, zwölf Jahre – es wird also immer eine besondere Beziehung sein.“ Natürlich sei die Lage beim KSC angespannt. „Aber Karlsruhe ist ein guter Zweitligist, davon sind wir wir noch ein Stück entfernt. Das wird ein echtes Kampfspiel.“ Und sicher spannender als manche Fernsehshow.

 FCS-Sportdirektor Marcus Mann wurde in der Jugend des Karlsruher SC ausgebildet.
FCS-Sportdirektor Marcus Mann wurde in der Jugend des Karlsruher SC ausgebildet. FOTO: Andreas Schlichter