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Fußball-Bundesliga
1. FC Nürnberg diskutiert über Zukunft von Köllner

 Für Nürnbergs Trainer Michael Köllner wird es langsam eng.   Foto: Karmann/dpa
Für Nürnbergs Trainer Michael Köllner wird es langsam eng. Foto: Karmann/dpa FOTO: dpa / Daniel Karmann
Nürnberg. Über die Zukunft von Trainer Michael Köllner bei Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Nürnberg gibt es intern offenbar kontroverse Diskussionen. Nach Informationen mehrerer Medien hatte sich der Aufsichtsrat des Club nach dem 0:2 im Kellerduell bei Hannover 96 am Sonntag zu einer Dringlichkeitssitzung getroffen – und vertagte sich letztlich ohne konkretes Ergebnis. sid

Im Aufsichtsrat des Traditionsvereins seien die Zweifel an Köllner längst gewachsen, hieß es. „Die Drähte laufen heiß, aber ich werde jetzt keine Wasserstandsmeldungen abgeben“, sagte Aufsichtsrats-Chef Thomas Grethlein. Allerdings kann das Gremium nur eine Empfehlung aussprechen, eine Entlassung von Köllner muss der Vorstand vornehmen. Und Sportvorstand Andreas Bornemann hatte dem Trainer nach dem Spiel in Hannover, dem 15. (!) in der Liga ohne Sieg, noch vehement den Rücken gestärkt. „Ich sehe keinen Ansatzpunkt, darüber zu diskutieren“, sagte Bornemann: „Die Mannschaft ist intakt, deshalb stellt sich die Frage für mich nicht.“ Inzwischen soll aber auch Bornemann umstritten sein.

Der Club ist mit zwölf Punkten nach 21 Spielen Letzter, liegt aber nur drei Zähler hinter dem Relegationsplatz. Köllner hatte den Club am 7. März 2017 von Alois Schwartz übernommen. In der Spielzeit 2017/2018 hatte er die Nürnberger zum Aufstieg in die 1. Liga geführt.