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3. Fußball-Liga
Die Roten Teufel versinken im grauen Mittelmaß der Liga

 FCK-Trainer Trainer Sascha Hildmann bezeichnete die Spielweise seiner Mannschaft als „schlampig“.
FCK-Trainer Trainer Sascha Hildmann bezeichnete die Spielweise seiner Mannschaft als „schlampig“. FOTO: dpa / Uwe Anspach
Cottbus. Drittligist 1. FC Kaiserslautern nur 1:1 bei Energie Cottbus. dpa

Mehrmals in dieser Saison verspielte der Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern durch späte Gegentore wichtige Punkte. Am vergangenen Samstag war das Glück mal aufseiten der Pfälzer. Erst eine Minute vor dem Ende sicherte sich der FCK das 1:1 (0:0) bei Energie Cottbus. „Wenn du so kurz vor Schluss den Ausgleich machst, dann ist es natürlich ein glücklicher Punkt“, gestand Trainer Sascha Hildmann.

Lange fand Kaiserslautern bei seinem harmlosen Auftritt in der Offensive nicht statt. Statt Torraumszenen bekamen die 7667 Zuschauer Fehlpässe am Fließband zu sehen. Erst nach dem Cottbuser Führungstreffer per Foulelfmeter durch den Ex-Lauterer Jürgen Gjasula (80. Minute) erarbeitete sich auch der FCK erste Möglichkeiten. Dem Strafstoß vorausgegangen war ein Foul von FCK-Torhüter Lennart Grill an Lasse Schlüter. „Ich musste eine Entscheidung treffen. Entweder ich gehe raus und komme an den Ball, oder er steht frei vor mir“, beschrieb Grill die Szene.

Dass es am Ende noch zum glücklichen Zähler reichte, war Jan Löhmannsröben (89.) zu verdanken, der einen von Timmy Thiele verlängerten Freistoß von Mads Albaek verwandelte. Das späte Match-Glück täuschte aber nicht über die schlechte Leistung hinweg. „Wir hatten viel weniger Torchancen als zuletzt, haben viele Umschaltmomente liegen lassen. Wir haben den letzten Pass schlampig gespielt und sind nach Ballgewinnen viel zu langsam nachgerückt“, kritisierte Hildmann.



Nach nur einem Sieg bei zwei Niederlagen in den vergangenen vier Spielen ist auch das Minimalziel Platz vier, der die Teilnahme am DFB-Pokal garantiert, in weite Ferne gerückt. Elf Zähler beträgt der Rückstand auf den Halleschen FC. Der FCK muss somit das Südwest-Verbandspokalfinale gegen Regionalligist Wormatia Worms gewinnen, sonst wäre er erstmals seit Bestehen der Fußball-Bundesliga 1963 in dem Wettbewerb nicht dabei.