| 23:10 Uhr

FCK im DFB-Pokal
Kaiserslautern verpasst Pokal-Überraschung gegen Düsseldorf

 Düsseldorfs Torschütze zum 1:0, Nana Ampomah (r) und Kaiserslauterns Kevin Kraus kämpfen um den Ball.
Düsseldorfs Torschütze zum 1:0, Nana Ampomah (r) und Kaiserslauterns Kevin Kraus kämpfen um den Ball. FOTO: dpa / Thomas Frey
Kaiserslautern. Eine Halbzeit lang darf der 1. FC Kaiserslautern aufs Viertelfinale hoffen. Am Ende steht eine klare Niederlage und das Aus gegen den Bundesligisten.

(dpa) Außenseiter 1. FC Kaiserslautern hat trotz einer couragierten Leistung den nächsten Pokal-Coup verpasst. Der Fußball-Drittligist unterlag am Dienstag im Achtelfinale dem Bundesliga-Tabellenletzten Fortuna Düsseldorf nach großem Kampf mit 2:5 (2:1) und schied aus. „Der Sieg für Düsseldorf war verdient“, räumte FCK-Trainer Boris Schommers ein. „Gerade in der Offensive hat man heute den Klassenunterschied gesehen.“

Christian Kühlwetter ließ die Roten Teufel vor 35 314 Zuschauern mit einem Doppelpack (10., 39./Foulelfmeter) kurzzeitig von einer sportlichen Überraschung und der damit verbundenen Prämie von 1,4 Millionen Euro träumen. Doch am Ende jubelte die Fortuna nach Toren von Opoku Ampomah (9. Minute), Rouwen Hennings (49./78.), Matthias Zimmermann (65.) und Kevin Stöger (83.) über den erstmaligen Einzug ins Viertelfinale seit 24 Jahren.

„Für uns war das ein Bonusspiel. Keiner ist davon ausgegangen, dass wir weiterkommen“, sagte FCK-Torwart Lennart Grill. „In der zweiten Halbzeit hat man gesehen, dass hier dritte Liga gegen erste Liga gespielt hat – auch wenn fünf Dinger ein bisschen viel sind.“



Die Düsseldorfer kamen nach dem Anpfiff schneller in die Partie. Der FCK, der in den ersten beiden Runden den FSV Mainz 05 und den 1. FC Nürnberg aus dem Wettbewerb geworfen hatte, konzentrierte sich vor allem auf die Defensive und lauerte auf Konter. Mit der ersten gelungenen Offensivaktion gingen die Gäste gleich in Führung. Nach einer Flanke von Zimmermann vollendete Ampomah gekonnt mit einem Drehschuss.

Doch nur eine Minute später glich der Drittliga-Zehnte überraschend aus, als Timmy Thiele in der Mitte Kühlwetter bediente und dieser aus kurzer Entfernung traf. Pech für Vorbereiter Thiele: Nach einem Zusammenprall mit Düsseldorfs Niko Gießelmann musste er nach einer halben Stunde raus und wurde durch Lukas Röser ersetzt.

Nach der schwungvollen Anfangsphase verflachte das Spiel. Fortuna fiel nichts Zwingendes ein, Lautern stand sicher und versuchte es weiter mit Schnellangriffen. Nachdem Gießelmann FCK-Angreifer Florian Pick im Strafraum legte, hämmerte Kühlwetter den fälligen Foulelfmeter ins Netz. Für einen Moment bebte der „Betze“ wie zu glorreichen Bundesliga-Zeiten.

Fortuna-Trainer Rösler reagierte und brachte nach der Pause in Stöger und Kelvin Ofori zwei neue Spieler. Das zahlte sich schnell aus: Stöger bereitete den Ausgleich durch Hennings‘ wunderschönen Direktschuss vor. Auch der 18-jährige Ofori belebte das Angriffsspiel der Gäste und hatte Pech mit einem Schuss nur ganz knapp am Tor vorbei (55.).

Die Düsseldorfer übernahmen mehr und mehr das Kommando und belohnten sich am Ende mit dem deutlichen Erfolg. „Wir sind sehr glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben“, sagte Trainer Rösler. „Der Sieg hilft uns, unsere Moral weiter auszubauen.“