| 00:00 Uhr

0,63 Sekunden fehlen zur ersten WM-Medaille

Beaver Creek. Viktoria Rebensburg hat ihre erste WM-Medaille verpasst. Sie wurde im Super-G beim Sieg der Österreicherin Anna Fenninger Fünfte. Ihr fehlten 0,63 Sekunden auf die drittplatzierte Lindsey Vonn (USA). Silber gewann Titelverteidigerin Tina Maze aus Slowenien. sid

Auf der Tribüne ballte Tiger Woods siegessicher die Faust - doch aus dem goldenen Auftakt für Freundin Lindsey Vonn im Super-G wurde es nichts. Anna Fenninger aus Österreich stahl der Ski-Königin aus den USA bei deren Heim-Weltmeisterschaft in Vail/Beaver Creek die Show - und das Gold. Auch für Viktoria Rebensburg verlief der WM-Auftakt nicht nach Wunsch: Die 25-Jährige aus Kreuth musste sich mit Rang fünf begnügen und wartet bei ihrer fünften WM-Teilnahme auf die erste Medaille. 0,78 Sekunden lag sie hinter der 25 Jahre alten Fenninger, die in 1:10,29 Minuten vor Titelverteidigerin Tina Maze aus Slowenien (0,03 Sekunden zurück) und Top-Favoritin Vonn (0,15) triumphierte.

Vonn half das Daumendrücken von Golf-Star Woods nichts. "Aber ich bin zufrieden mit Bronze, denn ich habe eine Medaille bei der Heim-WM. Leider kein Gold für die Zuschauer - aber es passt schon", sagte Vonn etwas geknickt. Dagegen war Fenninger überglücklich: "Es war mein Traum, dass es so losgeht - aber dass es so funktioniert, hätte ich mir nie gedacht. Ich check es selber noch nicht so ganz." Für die Österreicherin, Olympiasiegerin in Sotschi 2014 im Super-G und im Riesenslalom, war es der zweite WM-Titel. 2011 hatte sie die Kombination gewonnen. Fenninger ist im Super-G auch die erste, die nach einem Olympiasieg Weltmeisterin wurde.

Rebensburg muss auf ihren großen Wurf bei einer WM warten, nachdem sie im Riesenslalom bei Olympia Gold und Bronze geholt hatte. "Ich hatte im oberen Teil ein paar Probleme, unten habe ich dann den Ski gehen lassen und mehr riskiert", analysierte sie ihr Rennen. Dass ihr Start wegen einer Böe für eine Minute verschoben werden musste, störte sie kaum: "Es war ein bisschen hektisch, aber der Wind war kein Problem." Das Wetter hatte den Organisatoren einen Strich durch die Rechnung gemacht: Schon der Auftakt des Rennens musste wegen des Windes um 30 Minuten und um fünf Tore nach unten verschoben werden.

Heute findet der Super-G der Herren statt (19.15 Uhr/ZDF und Eurosport). Für den Deutschen Ski-Verband sind Josef Ferstl, Klaus Brandner und Andreas Sander am Start.