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Kommentar
Zuerst sollte man das neue Buch Sarrazins mal lesen

Kommentarkopf Lothar Warscheid
Kommentarkopf Lothar Warscheid FOTO: SZ / Robby Lorenz
Als wenn die SPD nicht schon genügend Probleme hätte. In den Umfragen geht es mit der Partei weiter nach unten. Doch jetzt erwägen führende Funktionäre, ihr ungeliebtes Mitglied Thilo Sarrazin erneut mit einem Ausschlussverfahren aus der Partei zu drängen. Von Lothar Warscheid

Das wäre das dritte Verfahren. Auch wenn der Titel von Sarrazins neuem Buch bereits verrät, welche Thesen er vermutlich vertritt, sollte man sich die Mühe machen, das Werk zuerst zu lesen. Erst dann sollte man sich eine Meinung bilden und den Autor im Vorfeld nicht schon mit Hasstiraden überziehen. „Die Toleranz in der Gesellschaft muss jedem Bürger die Freiheit sichern zu glauben, was er will“, wusste schon Friedrich der Große. Dazu gehört auch, seine Meinung in einem Buch zu verbreiten.