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gegen achtes Gebot verstoßen
Zöllner erwischen Pfarrer beim Geld-Schmuggeln

Oberstaufen. Ausgerechnet einem Kirchenmann ist ein Verstoß gegen das achte Gebot zum Verhängnis geworden. „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“, heißt es dort. Als Zöllner in einem ICE von München nach Zürich nahe der Grenze zur Schweiz einen Pfarrer kontrollierten und nach Bargeld fragten, gab er an, lediglich 3000 Euro dabei zu haben.

Die Ermittler glaubten ihm aber nicht und entdeckten schließlich weitere 19 700 Euro in einem Brustbeutel. „Er hat gelogen und einen Teil des Geldes versteckt“, erklärte ein Sprecher des Hauptzollamts Ulm. Es handele sich um einen „klassischen Schmuggel“. Die Zöllner leiteten ein Bußgeldverfahren gegen den Geistlichen ein und nahmen ihm 2500 Euro als Sicherheitsleistung ab. Die Angelegenheit wurde den Finanzbehörden übergeben. Ob dem Pfarrer auch innerhalb der Kirche Buße droht, war zunächst unklar. Doch vielleicht sollte er die Bibel zur Hand nehmen und sich dem Studium der Zehn Gebote im zweiten Buch Mose widmen.