| 23:52 Uhr

Die meisten Bewerber kamen aus Syrien
Zahl der Anträge auf Asyl in der EU geht weiter zurück

Valletta. (kna) In der EU sind im abgelaufenen Jahr 43 Prozent weniger Asylanträge gestellt worden als 2016. Im zweiten Jahr in Folge sinke die Zahl der Anträge, teilte das Europäische Unterstützungsbüro für Asylfragen (EASO) gestern in Valletta mit. Demnach stellten 706 913 Menschen einen Asylantrag in den 28 EU-Mitgliedstaaten, in Norwegen und der Schweiz. 3,5 Prozent davon seien unbegleitete Minderjährige gewesen. Die meisten Bewerber kamen aus Syrien; viele Anträge kamen auch von Irakern, Afghanen und Nigerianern.

40 Prozent der Entscheidungen in erster Instanz waren positiv. Insgesamt sei die Anerkennungsrate aber 17 Prozentpunkte niedriger als 2016. Gleichzeitig sei die Zahl der Entscheidungen mit hohen Anerkennungsraten wie bei Syrern zurückgegangen.