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Migration
Weniger Asylanträge im ersten Halbjahr

Berlin. (dpa) Im ersten Halbjahr 2018 haben 93 316 Menschen in Deutschland einen Erst- oder Folgeantrag auf Asyl gestellt. Dies waren etwa 16 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die meisten Anträge stellten Migranten aus Syrien (22 520), gefolgt von Irak (9015) und Afghanistan (6222), wie das Bundesinnenministerium gestern mitteilte. In den Monaten Januar bis Juni 2018 hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge laut Ministerium über die Anträge von 125 190 Menschen entschieden. Das waren rund 69 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum 2017. Dabei wurden 15,5 Prozent als Flüchtlinge anerkannt: 1,3 Prozent als Asylberechtigte nach dem Grundgesetz, 14,2 Prozent erhielten Flüchtlingsschutz, 11,3 Prozent subsidiären Schutz. Abgelehnt wurden nach Angaben des Ministeriums etwa 36 Prozent der Anträge.