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Opferverband zieht rote Linie
Weißer Ring grenzt sich von der AfD ab

Mainz. Der Weiße Ring grenzt sich demonstrativ von der AfD ab und will damit ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen. „Wir haben den Eindruck, dass die AfD Ängste schürt und durch ihre Rhetorik Feindbilder aufbaut“, sagte gestern der neue Bundesvorsitzende des Opferschutzvereins, Jörg Ziercke. dpa

„Unsere große Sorge ist, dass dies zu mehr Gewaltopfern führen wird.“

Der Bundesvorstand des Weißen Rings hatte die Abgrenzung einstimmig beschlossen. Der Hintergrund ist, dass ein Ortsverband der AfD in Rösrath bei Köln Anfang September nach Angaben des Weißen Rings ohne Abstimmung mit ihm das Logo des Opfervereins verwendet hat, um Spenden für den Verein zu sammeln. „Das hat uns empört.“