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Angesichts der verheerenden Waldbrände
Amazonas-Länder planen gemeinsame Umwelt-Strategie

 Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro will auch eine länderübergreifende Entwicklungspolitik.
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro will auch eine länderübergreifende Entwicklungspolitik. FOTO: dpa / Marcos Correa
Brasília. Angesichts der verheerenden Waldbrände im Amazonasgebiet wollen die Staatschefs der Region eine gemeinsame Strategie entwerfen. Die Präsidenten der Amazonas-Länder werden sich am 6. September in der kolumbianischen Stadt Leticia treffen, wie der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro am Mittwoch mitteilte. dpa

„Wir werden über eine gemeinsame Politik des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung unserer Region sprechen.“

Welche Länder an dem Treffen teilnehmen sollen, war zunächst unklar. Der Amazonas-Regenwald liegt in Brasilien, Venezuela, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Peru, Guyana, Französisch-Guyana und Suriname. Das von einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise erschütterte Venezuela sei nicht eingeladen, sagte Bolsonaro.

Wegen seines Überseedepartments Französisch-Guyana begreift sich auch Frankreich als Amazonas-Land. Bolsonaro sagte allerdings, zu dem Treffen sollten nur Staatschefs aus Südamerika kommen. Der brasilianische Präsident hatte sich wegen der Kritik an seiner Umweltpolitik zuletzt einen heftigen Schlagabtausch mit seinem französischen Kollegen Emmanuel Macron geliefert.



Macron warf Bolsonaro vor, ihn beim G20-Gipfel in Osaka im Hinblick auf Zusagen zum Umweltschutz angeschwindelt zu haben.