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Südsudan
Vater verkauft Tochter für 500 Kühe auf Facebook

Kapstadt. Der Höchstbietende zahlte 500 Kühe, drei Autos und 10 000 US-Dollar: Nachdem ein 16-jähriges Mädchen in Sozialen Medien zur Hochzeit versteigert wurde, fordern Menschenrechtsaktivisten im Südsudan die Entlassung mehrerer Regierungsbeamter.

Fünf Männer, darunter hochrangige Funktionäre, hätten Anfang November online Gebote für die junge Südsudanesin abgegeben, berichtet der lokale Sender „Radio Tamazuj“.

Der Südsudan-Direktor des Kinderhilfswerks „Plan International“, George Otim, spricht von Verhältnissen „wie am Sklavenmarkt“. Dem Bericht zufolge bot der eigene Vater das Mädchen auf Facebook als Braut an. Während eine Mitgift in der südsudanesischen Kultur zwar durchaus gängige Praxis sei, gebe es allerdings keine Entschuldigung für die Aktion, die ein „Kind“ zur Handelsware degradiere, sagt Otim.

Eigentlich ist Zwangsheirat laut der Verfassung des Südsudan illegal. In weiten Teilen des afrikanischen Landes herrscht jedoch nach fünf Jahren Bürgerkrieg Anarchie.