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Maduro in Bedrängnis
USA erhöhen mit Sanktionen Druck auf Venezuela

 Die US-Regierung macht Druck auf  Nicolás Maduro, den Präsidenten Venezuelas.  Foto: Ariana Cubillos/AP/dpa
Die US-Regierung macht Druck auf Nicolás Maduro, den Präsidenten Venezuelas. Foto: Ariana Cubillos/AP/dpa FOTO: dpa / Ariana Cubillos
Washington. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat alle Vermögen der venezolanischen Regierung in den Vereinigten Staaten eingefroren. Mit der Entscheidung vom Montag nehmen die Spannungen im Konflikt mit Präsident Nicolás Maduro und seinem sozialistischen Kabinett abermals zu. dpa

Solche aggressiven Sanktionen haben bisher Länder wie Kuba, Nordkorea, Syrien und den Iran getroffen – in die Liste kann sich jetzt auch Venezuela einreihen.

Mit dem Unterzeichnen der Präsidentenverfügung bestimmte Trump außerdem ein Handelsverbot, so dass Amerikaner ab sofort keine Geschäfte mit der Regierung in Caracas mehr machen dürfen. Gründe sind demnach Maduros „widerrechtliche Aneignung“ der Macht und Verstöße gegen die Menschenrechte durch seine Unterstützer. Die Verfügung entspricht keinem vollständigen Handelsembargo, da etwa Venezuelas Privatsektor verschont bleibt. Allerdings stellt es für andere ausländische Unternehmen in Aussicht, dass auch sie wegen Geschäften in Venezuela von den USA bestraft werden können. Trumps Anordnung ist der jüngste Versuch seiner Regierung, Maduro aus dem Präsidentenpalast zu drängen.

 Maduros Regierung reagierte erst mal nicht auf Trumps Anordnung. Trumps Sicherheitsberater John Bolton und Handelsminister Wilbur Ross repräsentieren die USA seit dem gestrigen Dienstag bei der Internationalen Konferenz für Demokratie in Venezuela, die im peruanischen Lima stattfindet.