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US-Wahl: Trump auf dem Weg zum Sieg

Washington (dpa). Davor hatten sich große Teile der Welt gefürchtet: Donald Trump hat bei der US-Präsidentschaftswahl wichtige Bundesstaaten für sich entschieden. Konkurrentin Clinton braucht jetzt Überraschungssiege.

Die wenigen noch laufenden Auszählungen deuten inzwischen mit hoher Sicherheit auf einen Sieg von Donald Trump bei der US-Präsidentenwahl hin.

Er steht laut CNN bei 238 Wahlleuten und 24 gewonnenen Staaten und kann seinen Vorsprung in den noch nicht komplett entschiedenen Staaten weiter ausbauen. Seine Konkurrentin Hillary Clinton steht bei 215 Wahlleuten aus 17 Staaten und dem Regierungsbezirk Washington DC..

Trump hält sich in den noch fehlenden Staaten weiter gut. In Pennsylvania führt er inzwischen hauchdünn. Hier fehlen zudem noch Zahlen aus Lebanon County, wo der Republikaner Mitt Romney 2012 deutlich vorne lag. In Michigan hat Trump weiter 40.000 Stimmen Vorsprung, das entspricht dort einem Prozentpunkt derzeit.



Darüber hinaus hat der Nachrichensender Fox News ihm bereits Wisconsin mit 10 Wahlleuten zugesprochen. Auch in Utah sieht es für ihn nach einem sicheren Gewinn der 6 Wahlleute von dort aus. In Wisconsin hat seit Ronald Reagan 1984 kein Republikaner mehr gewonnen. Das Live-Prognosemodell der „New York Times“-Seite „Upshot“ gibt Trump weiter eine Siegchance von über 95 Prozent.

Auf der Wahlkarte fällt auf, dass Trump besonders im industriell geprägten Nordosten besser abschnitt als vorhergesagt, dazu zählen beispielsweise die Staaten Michigan, Wisconsin und Pennsylvania.

Bei den insgesamt abgegebenen Stimmen liegt Trump im Moment bei 48,2 Prozent, Clinton kommt auf 47,2 Prozent. Mit den noch auszuzählenden Stimmen aus Kalifornien ist es dennoch wahrscheinlich, dass sie in absoluten Zahlen vor Trump liegen wird. Hier sagt „Upshot“ derzeit einen Vorsprung von 1,5 Prozent am Ende für die Demokratin voraus.

Nach der Wahl werden die Wahlmänner das „Electoral College“, das Wahlmännergremium bilden. Sie werden ihre Stimmen für den US-Präsidenten und dessen Vize am 19. Dezember abgeben, der eigentlichen Wahl des Präsidenten.

Die Wahlmänner folgen mit ihren Stimmen in der Regel dem Ergebnis vom Wahltag. Ihre Stimmzettel werden an den Senat geschickt. Am 6. Januar 2017 zählt der Kongress die Wahlmännerstimmen aus, und der Präsident des Senats verkündet offiziell das Ergebnis. Am 20. Januar wird der 45. US-Präsident vereidigt.

Der Wahl war ein unbeschreiblicher Wahlkampf vorausgegangen, wie ihn die Vereinigten Staaten noch nie erlebt hatten. Der Immobilienunternehmer Trump prägte das Ringen vom Sommer 2015 an mit ungewöhnlichen Vorschlägen wie einem Mauerbau an der Grenze zu Mexiko. Clinton, von Anfang an als Favoritin gehandelt, hatte unerwartet große Schwierigkeiten, zunächst mit ihrem innerparteilichen Widersacher Bernie Sanders, dann mit dem politischen Seiteneinsteiger Trump.

US-Präsident Barack Obama rief die Amerikaner mit Blick auf das Wahlergebnis zu Einigkeit auf. Der Wahlkampf sei zwar anstrengend, stressig und manchmal auch einfach nur seltsam gewesen, sagte er in einem Video, das das US-Nachrichtenportal Buzzfeed auf Twitter veröffentlichte. Aber: „Egal was passiert, die Sonne wird morgen wieder aufgehen, und Amerika wird auch weiterhin das großartigste Land auf der Welt sein.“

Die Amerikaner sollten sich nach der Wahl seines Nachfolgers nicht nur als Demokraten oder Republikaner fühlen, sondern als Amerikaner. Der Wahlkampf zwischen Trump und Clinton hatte das Land tief gespalten und zahlreiche Skandale hervorgebracht. Viele Amerikaner kündigten an, aus den USA auszuwandern , sollte Trump gewinnen.

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