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US-Journalistinnen sollen in Nordkorea vor Gericht

Seoul/Washington. Zwei in Nordkorea festgenommene US-Journalistinnen sollen wegen illegalen Eindringens auf das Staatsgebiet des stalinistisch regierten Landes vor Gericht gestellt werden. Wie gestern die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete, bereiten die Behörden in Pjöngjang eine Anklage vor

Seoul/Washington. Zwei in Nordkorea festgenommene US-Journalistinnen sollen wegen illegalen Eindringens auf das Staatsgebiet des stalinistisch regierten Landes vor Gericht gestellt werden. Wie gestern die amtliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA meldete, bereiten die Behörden in Pjöngjang eine Anklage vor. Die Vorwürfe seien durch Beweise und Aussagen der beiden Frauen gedeckt, hieß es. Zuvor hatte ein schwedischer Diplomat die zwei Journalistinnen getroffen. Die beiden arbeiten für den in Kalifornien ansässigen Fernsehsender Current TV. Pjöngjang wirft ihnen vor, Mitte März über die chinesisch-nordkoreanische Grenze illegal nach Nordkorea eingedrungen zu sein. Die Lage auf der koreanischen Halbinsel ist zurzeit wegen des für April angekündigten Starts eines nordkoreanischen Kommunikationssatelliten angespannt. Die USA vermuten hinter dem Satellitenstart den Test einer militärischen Langstreckenrakete. Nordkorea ist international isoliert. Journalisten, die in das Land reisen wollen, brauchen besondere Visa und werden von offiziellen Führern begleitet. afp