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US-Behördenchefin tritt nach massiven Hackerangriffen zurück

Washington. Der bislang größte Hackerangriff auf das Computernetzwerk der US-Regierung kostet die Chefin der Bundesverwaltung OPM ihren Job. Nachdem bekanntgeworden war, dass bei dem China zugeschriebenen Mega-Angriff im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 25 Millionen Menschen ausgespäht worden waren, räumte OPM-Direktorin Katherine Archuleta am späten Freitagabend ihren Posten. Agentur

Sie habe Präsident Barack Obama verdeutlicht, dass sie zurücktreten und einem Nachfolger die Führung der Behörde überlassen wolle. Zu den Ausgespähten zählen Regierungsangestellte, zivile Auftragnehmer sowie deren Familien, Verwandte und Freunde.

Laut OPM verschafften sich die Hacker bei den Attacken 2014 Zugriff etwa auf Adressen, Sozialversicherungsnummern, Geburts-, Telefon- und Gesundheitsdaten sowie teils auch Fingerabdrücken. FBI-Direktor James Comey nannte die Datensätze laut "New York Times" eine "Fundgrube von Informationen" über all jene, die für die US-Regierung arbeiteten, gearbeitet hätten oder sich dort beworben hätten. Bei einer ersten Attacke, hinter der die Ermittler ebenfalls chinesische Hacker vermuten, waren Personaldaten von 4,2 Millionen aktuellen und ehemaligen US-Angestellten gestohlen worden. Bei der Untersuchung dieses Angriffs sei Anfang Juni dann die zweite, weitaus größere Attacke entdeckt worden, teilte OPM mit. Schon nach Bekanntwerden der ersten Attacke hatten Kongresspolitiker Archuletas Rücktritt gefordert.