| 23:52 Uhr

Entwicklungshilfe
Unicef: 264 Millionen Kinder ohne Zugang zu Bildung

Berlin/Dakar. Mehr als eine Viertelmilliarde Kinder hat nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef aufgrund von Armut, Krieg oder Krisen keinen Zugang zu Bildung. „Kinder brauchen nicht trotz Krieg Bildung, sondern gerade deswegen“, sagte der deutsche Unicef-Vorsitzende Jürgen Heraeus am Freitag. Unicef forderte eine bessere Finanzierung von Bildung vor allem in Krisenregionen.

Mehr als eine Viertelmilliarde Kinder hat nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef aufgrund von Armut, Krieg oder Krisen keinen Zugang zu Bildung. „Kinder brauchen nicht trotz Krieg Bildung, sondern gerade deswegen“, sagte der deutsche Unicef-Vorsitzende Jürgen Heraeus am Freitag. Unicef forderte eine bessere Finanzierung von Bildung vor allem in Krisenregionen.

Geschätzt seien jährlich 340 Milliarden US-Dollar zusätzlich nötig, um allen Kindern in Entwicklungs- und Schwellenländern den Schulbesuch zu ermöglichen. Das sei ohne Erhöhung der Entwicklungsgelder nicht möglich, heißt es im Unicef-Bericht. Derzeit würden nur 3,6 Prozent aller humanitären Hilfsgelder für Bildungsprogramme ausgegeben. Das Problem war auch Thema einer Geberkonferenz in Senegals Hauptstadt Dakar am Donnerstag und Freitag. Laut Bericht leben insgesamt 264 Millionen Kindern im Schulalter ohne Bildung.