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Hunger und Elend
UN: 132 Millionen Menschen brauchen 2019 humanitäre Hilfe

Im Südsudan sind viele Menschen auf Hilfen des UN-Welternährungsprogramms angewiesen.
Im Südsudan sind viele Menschen auf Hilfen des UN-Welternährungsprogramms angewiesen. FOTO: dpa / Sam Mednick
Genf. Etwa 132 Millionen Menschen werden im kommenden Jahr Hilfe zum Überleben brauchen. Davon gehen die Vereinten Nationen aus. Vor allem die vielen bewaffneten Konflikte wie im Südsudan, in Syrien und Afghanistan stürzten die Bevölkerung in Hunger und Elend, warnte der UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock gestern in Genf. epd

Von den 132 Millionen Bedürftigen könnten die UN und ihre Partnerorganisationen die Schwächsten 94 Millionen mit dem Nötigsten versorgen, sagte Lowcock. Für mehr reiche das Geld nicht. Die übrigen 38 Millionen Leidenden müssten Regierungen und andere Hilfswerke unterstützen. Um ihre Nothilfe zu finanzieren, veranschlagt die Weltorganisation für das nächste Jahr einen Bedarf von voraussichtlich rund 25 Milliarden US-Dollar.

Im laufenden Jahr stellten die Geberländer und -organisationen knapp 14 Milliarden US-Dollar für humanitäre Hilfe durch die UN zur Verfügung. Dies sei Menschen in 41 Staaten, etwa in den Bürgerkriegsländern Jemen und Syrien, zugute gekommen. Lowcock zufolge besteht die Unterstützung aus Lebensmitteln, medizinischer Versorgung, Unterkünften, elementaren Bildungsangeboten und Schutzvorkehrungen gegen Gewalt.