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Syrien
Türkei riskiert neuen Streit mit Moskau

FOTO: Robby Lorenz / SZ

Bereits im Sommer des Jahres 2016 und im vergangenen Herbst hatte der türkische Präsident Erdogan türkische Einheiten nach Syrien geschickt, um die Vergrößerung kurdischer Gebiete auf der syrischen Seite der 900 Kilometer langen Grenze zu verhindern. Nun weitet die Türkei mit der „Operation Olivenzweig“ die Ziele des Konflikts aus und will die YPG aus Afrin und dem weiter östlich gelegenen Manbidsch bis auf das Ostufer des Euphrat zurückdrängen. Damit riskiert Erdogan nicht nur neue Spannungen mit den USA, die der syrischen Kurdenmiliz viele Waffen für den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) geliefert haben und auch in Zukunft in Nordsyrien auf die YPG setzen wollen. Auch Russland, die Schutzmacht des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, ist alarmiert: Moskau hat den Krieg in Syrien für beendet erklärt und will als Friedensbringer in Erscheinung treten. Die türkische Intervention gefährdet dieses Ziel.