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Ansturm auf die Altstadt
Touristen in Florenz dürfen nicht mehr im Stehen essen

Florenz/Rom. Wer nach Florenz kommt, bewundert nicht nur die Gemälde in den Uffizien, wunderbare Kirchen und Plätze, sondern erfreut sich auch an kulinarischen Spezialitäten – wie der Focaccia, einem Fladenbrot, das etwa mit Salami, Mozzarella und Tomaten gefüllt wird.

Touristen aus aller Welt sind dieser Street-Food-Delikatesse längst auf die Spur gekommen, doch jetzt hat sie Unfrieden in der Stadt der Medici ausgelöst.

Seit ein paar Wochen ist deshalb eine Aufsehen erregende Verordnung in Kraft. Sämtliche Geschäfte in der betroffenen Zone in der Altstadt wurden verpflichtet, auch eine englische Version der Verordnung ins Schaufenster zu hängen. Darauf ist festgehalten: Es ist verboten, jede Art von Essen im Stehen oder Sitzen, vor Geschäften oder Hauseingängen zu verzehren. Zuwiderhandlungen kosten bis zu 500 Euro Strafe.

Grund für das Vorgehen sind Beschwerden über Lärm, Gedränge und Müll. Jährlich besuchen inzwischen mehr als zehn Millionen Touristen die Hauptstadt der Toskana.