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Höhere Budgets für Ärzte
Spahn will mehr offene Sprechstunden in Praxen

Bundes­gesundheits­minister 
Jens Spahn.
Bundes­gesundheits­minister Jens Spahn. FOTO: dpa / Roland Weihrauch
Berlin. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat Ärzten mehr Geld für zusätzliche Sprechstunden ohne Terminvergabe in Aussicht gestellt. „Ärzte, die uns dabei helfen, die Versorgung zu verbessern, sollen höher und außerhalb des Budgets vergütet werden“, kündigte Spahn im „Deutschen Ärzteblatt“ an. dpa

Das Zusatzgeld solle gezahlt werden, wenn etwa Hausärzte, Kinderärzte oder Gynäkologen pro Woche fünf offene Sprechstunden für Patienten ohne Termin anbieten. Ärzte und Kassen lehnten den Vorstoß ab. Spahn sagte, Patienten könnten zu diesen Zeiten schnell etwas abklären lassen. „Das wirkt wie ein Überlaufventil bei zu langen Terminwartezeiten.“ Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, wies Spahns Vorstoß als „Mogelpackung“ zurück. Chaos und längere Wartezeiten in den Praxen würden die Folgen sein.

Zudem will Spahn gefährdeten Versicherten ein Medikament zur HIV-Vorbeugung auf Kassenkosten zugänglich machen. Auch das lehnten die Kassen ab.