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Ex-SPD-Chef sieht Verrohung
Schulz beklagt Brutalisierung der Sprache

Paris. Ex-SPD-Chef Martin Schulz hat eine Verrohung der politischen Sprache kritisiert. Mit Blick auf die Forderung des italienischen Innenministers Matteo Salvini nach einer Zählung der Roma in Italien sagte Schulz der Zeitung „Le Figaro“, dies sei „beinahe Faschismus“.

„Was wir erleben, ist eine Brutalisierung der politischen Sprache, bei der jede Form der Solidarität, des Respekts und der Würde zerstört wird. Das bedeutet das Ende der Demokratie.“ Das sei lange nur ein Randphänomen gewesen. „Aber seit einer gewissen Zeit beginnt es, in die parlamentarische Demokratie und die Regierungen vorzudringen. Das ist gefährlich.“ Salvini, Österreichs Kanzler Kurz und Ungarns Regierungschef Orban seien entschlossen, die EU aufzulösen.