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DAK-Studie
Kluge Eltern haben laut Studie gesündere Kinder

Berlin. Was haben Mamas Doktortitel oder Papas Meisterbrief mit der Gesundheit ihrer Kinder zu tun? Mehr als gedacht, heißt es im ersten Kinder- und Jugendreport der Krankenkasse DAK. Forscher der Universität Bielefeld fanden heraus, dass das Bildungsniveau der Eltern die Fitness des Nachwuchses erheblich beeinflusst.

Kinder von Eltern ohne Abschluss bräuchten zum Beispiel mehr Medikamente und müssten öfter ins Krankenhaus als Kinder besser gebildeter Eltern, ergab die gestern in Berlin vorgestellte Studie. „Wenn das Elternhaus krank macht, hängt die Diagnose der Kinder oft mit dem Lebensstil von Mutter und Vater zusammen“, sagte DAK-Chef Andreas Storm, früher Sozialminister im Saarland.

Karies sei bei Kindern von Eltern ohne Abschluss zum Beispiel fast dreimal häufiger als bei Akademikerkindern, sagt die Studie. Auch bei Adipositas und Verhaltensstörungen zeigte sich der Trend. Für Kindergesundheit sei Bildungspolitik daher wichtiger als Maßnahmen, die auf höhere Einkommen zielten.