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Neue Vorwürfe im Fall Skripal
Russland soll Nervengift seit zehn Jahren produzieren

London/Moskau. Neue Vorwürfe im Fall Skripal: Russland hat nach britischen Angaben in den vergangenen zehn Jahren das verbotene Nervengift Nowitschok produziert. Dafür gebe es Beweise, sagte der britische Außenminister Boris Johnson gestern der BBC. Mit der Substanz wurden nach britischen Angaben der Ex-Doppelagent Sergej Skripal und dessen Tochter Yulia vor zwei Wochen vergiftet. Russland weist alle Beschuldigungen zurück. Unabhängige Experten sollen nun Proben des bei dem Attentat verwendeten Gifts untersuchen.

Schwere Vorwürfe im Fall des Ex-Spions Skripal: Großbritannien hat nach eigenen Angaben Beweise für die Produktion und Lagerung des verbotenen Nervengifts Nowitschok in den vergangenen zehn Jahren in Russland. Mit einer solchen Substanz wurden London zufolge der Ex-Doppelagent Sergej Skripal und dessen Tochter Yulia vor zwei Wochen vergiftet. Die Reaktionen Moskaus auf den Fall sprechen für sich, wie Außenminister Boris Johnson gestern der BBC sagte. Russland weist alle Beschuldigungen zurück – und nennt Großbritannien und weitere Länder als mögliche Hersteller des Giftes. Unabhängige Experten sollen nun Proben des bei dem Attentat verwendeten Gifts untersuchen. Vertreter der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) in Den Haag werden heute in Großbritannien erwartet, wie das Außenministerium in London mitteilte. Die OPCW lasse die Proben in internationalen Labors untersuchen.