| 23:33 Uhr

Acht Milliarden Euro pro Jahr
Rundfunkeinnahmen bleiben stabil

Köln. Die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag haben sich nach der Umstellung auf eine Haushaltsabgabe im Jahr 2013 bei rund acht Milliarden Euro pro Jahr eingependelt. „Wir sind stabil in dem Modell angekommen“, sagte Stefan Wolf, Geschäftsführer des Beitragsservices von ARD, ZDF und Deutschlandradio, gestern in Köln.

2017 hat der Beitragsservice 7,974 Milliarden Euro an Rundfunkbeiträgen eingesammelt, nahezu die identische Summe wie 2016 (7,978 Milliarden). Fantasien, dass die Einnahmen signifikant auf mehr als acht Milliarden steigen könnten, hätten sich „in Luft aufgelöst“, sagte Wolf.

Die ARD hat im vergangenen Jahr 5,76 Milliarden, das ZDF 1,99 Milliarden und das Deutschlandradio 228 Millionen Euro aus Rundfunkbeiträgen erhalten. Für die kommenden Jahre rechnet der Beitragsservice mit Einnahmen in Höhe von etwas über acht Milliarden Euro. Im kommenden Jahr könnte ein Höchststand von 8,031 Milliarden Euro erzielt werden.

90 Prozent der Erträge stammen aus dem privaten Bereich: Die Zahl der Wohnungen ist 2017 mit 39,14 Millionen gegenüber 2016 leicht gestiegen. Der gewerbliche Bereich macht zehn Prozent aus, hier richtet sich die Beitragshöhe nach der Anzahl der Betriebsstätten, der Mitarbeiter und der Autos eines Unternehmens. Insgesamt verwaltet der Service, der früher unter dem Namen GEZ bekannt war, 45 Millionen Beitragskonten.



Mit 2,76 Millionen ist die Zahl der Personen, die sich aus sozialen Gründen von der Beitragszahlung befreien lassen können, gegenüber 2016 um 5,8 Prozent gesunken. Weitgehend stabil ist die Zahl der Mahnungen und Vollstreckungen. Davon betroffen sind 4,25 Millionen, also knapp ein Zehntel aller verwalteten Zahler.

Nach Ansicht des Geschäftsführers ist die Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Systems und seiner Finanzierung trotz einiger Kritik wieder gestiegen. Dies lasse sich nicht in Zahlen ausdrücken, aber an der Art und Weise erkennen, wie mit dem Beitragsservice Kontakt aufgenommen werde.