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Migranten an Bord
Rettungsschiff: Berlin signalisiert Entgegenkommen

Berlin/Rom. (dpa) Die Bundesregierung hat sich zur Aufnahme einiger Migranten von dem blockierten deutschen Rettungsschiff „Alan Kurdi“ bereiterklärt. Allerdings fühle sich Deutschland nicht alleine für das Schicksal der 64 Bootsflüchtlinge zuständig, sagte Innenminister Horst Seehofer (CSU) am Freitag in Berlin.

Auch andere EU-Staaten müssten Menschen von dem Schiff aufnehmen. „Es muss eine Gemeinschaftsaktion sein.“

Die „Alan Kurdi“ von der Regensburger Hilfsorganisation Sea-Eye hatte am Mittwoch die Menschen vor der libyschen Küste gerettet. Seitdem sucht das Schiff einen sicheren Hafen. Italien hat die Einfahrt verwehrt und sieht Deutschland in der Pflicht, weil das Boot unter deutscher Flagge fährt. Auch Malta wollte das Schiff bisher nicht anlegen lassen.Am Freitag war das Boot vor der italienischen Insel Lampedusa. Italien habe sich bereiterklärt, zwei Kinder und deren Mütter in Sicherheit zu bringen, allerdings die Väter nicht, so Sea-Eye.

(dpa)