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„Report Mainz“: Jeder zehnte Arzt hat ein Suchtproblem

Mainz. In Deutschland sind offenbar weitaus mehr Ärzte alkohol- und medikamentenabhängig als bislang angenommen. Wie das ARD-Magazin „Report Mainz“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, gaben bei der Studie zehn Prozent der befragten Mediziner an, sie würden Alkohol oder Medikamente nehmen, um beruflichen Stress zu bekämpfen. epd

Weitere 20 Prozent gaben an, dass dies teilweise auf sie zutreffe. Für die Studie waren 1287 Ärzte anonym befragt worden. Hochgerechnet auf alle Mediziner der Bundesrepublik bedeute dies, dass deutlich über 100 000 berufstätige Mediziner von Suchtproblemen betroffen seien und damit die Abhängigkeit von Alkohol oder Arzneimitteln deutlich häufiger vorkomme als bei anderen Berufsgruppen. Von den Ärztekammern angebotene Therapieprogramme für Mediziner würden bislang kaum nachgefragt, beklagt der Bericht.