| 23:40 Uhr

Geschlechtsneutrale Sprache
Rechtschreibrat stimmt gegen „Gender-Sternchen“

Passau. Der Rat für deutsche Rechtschreibung will vorerst keine konkreten Schreibweisen für eine geschlechtergerechte Sprache empfehlen. „Die Erprobungsphase verschiedener Bezeichnungen des dritten Geschlechts soll nicht durch vorzeitige Empfehlungen und Festlegungen beeinflusst werden“, teilte das gemeinsame Gremium der deutschsprachigen Länder am Freitag in Passau mit.

Die Entwicklung stehe noch am Anfang und werde weiterhin beobachtet. Damit gibt es vorerst keine offizielle Empfehlung für Schreibweisen wie etwa das „Gendersternchen“. Der gesellschaftliche Diskurs über die Frage, wie neben männlich und weiblich ein drittes Geschlecht oder weitere Geschlechter angemessen bezeichnet werden könnten, sei kontrovers, führte der Rat aus. Zu den Mitteln zählten in der geschriebenen Sprache neben dem „Gendersternchen“ („Kolleg*innen“) auch ein Unterstrich („Kolleg_innen“) oder der Zusatz „männlich, weiblich, divers (m, w, d)“ nach dem generischen Maskulinum.