| 22:13 Uhr

Schüsse in Macerata
Rassistischer Angriff auf Afrikaner erschüttert Italien

Italiens Ministerpräsident
Paolo Gentiloni.
Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni. FOTO: Michael Kappeler / dpa
Macerata. Die Schüsse auf sechs Afrikaner in der Kleinstadt Macerata haben in Italien Entsetzen und Furcht vor weiterer Gewalt ausgelöst. Der mutmaßliche Schütze handelte nach Informationen der Behörden aus rassistischen Motiven. Der 28-jährige Italiener zeige keine Reue, berichteten gestern italienische Medien unter Berufung auf die Ermittler.

Die Schüsse auf sechs Afrikaner in der Kleinstadt Macerata haben in Italien Entsetzen und Furcht vor weiterer Gewalt ausgelöst. Der mutmaßliche Schütze handelte nach Informationen der Behörden aus rassistischen Motiven. Der 28-jährige Italiener zeige keine Reue, berichteten gestern italienische Medien unter Berufung auf die Ermittler.

Zwei Stunden lang hatte der Schütze am Samstag Macerata in den Marken in Angst und Schrecken versetzt: Aus einem Auto gab der Mann an verschiedenen Orten der Stadt Schüsse ab und verletzte sechs Menschen aus Gambia, Nigeria, Ghana und Mali. Der Angriff trifft Italien mitten im Wahlkampf – die Gemüter sind einen Monat vor den Wahlen am 4. März ohnehin erhitzt. Rechte Parteien machen Stimmung gegen Migranten und haben Aufwind bekommen.
Regierungschef Paolo Gentiloni appellierte an die Vernunft der italienischen Parteien im Wahlkampf und warnte vor einer Gewaltspirale in dem südeuropäischen Land.