| 23:21 Uhr

Er macht Weg für einen Alternativ-Kandidaten frei
Puigdemont verzichtet vorläufig

Madrid. Zehn Wochen nach der Neuwahl in Katalonien kann die spanische Konfliktregion auf eine Wiederbelebung der stockenden Gespräche zur Bildung einer neuen Regierung hoffen. Der umstrittene Separatisten-Chef Carles Puigdemont erklärte gestern Abend seinen Verzicht auf die Regionalpräsidentschaft und machte so den Weg für einen Alternativ-Kandidaten frei.

Puigdemont hält sich seit Monaten in Belgien auf, um den Ermittlungen der spanischen Justiz unter anderem wegen Rebellion zu entkommen. Deshalb waren sowohl die Zentralregierung in Madrid als auch die Justiz gegen seine Kandidatur für die Regionalpräsidentschaft.

In einem auf Twitter geposteten Video nannte Puigdemont seinen Verzicht allerdings „vorläufig“. Er blieb dabei kämpferisch: „Wir werden nie abtreten.“

(dpa)