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Islamfeindliche Bewegung
Proteste gegen „Pegida“ in Dresden

Dresden. Die islamfeindliche Bewegung beging gestern zeitgleich ihren vierten Jahrestag. epd

(epd) Rund 10 000 Menschen haben nach Veranstalterangaben gestern in Dresden gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit demonstriert. Sie folgten einem Aufruf der Initiative „Herz statt Hetze“. Anlass war eine zeitgleich stattfindende „Pegida“-Kundgebung zum vierten Jahrestag der fremdenfeindlichen Bewegung. Dazu hatten sich nach Schätzungen von Beobachtern mehrere Tausend Menschen versammelt, unter ihnen Anhänger der vom Verfassungsschutz beobachteten „Identitären Bewegung“. In Sicht- und Hörweite protestierten mehrere Hundert Menschen lautstark gegen die „Pegida“-Versammlung auf dem Neumarkt vor der Frauenkirche. Sie riefen unter anderem „Nazis raus!“.

Damit setzten verschiedene Initiativen sowie Vertreter der Landesregierung, von Parteien und Kirchen ein gemeinsames Zeichen für Demokratie. In der Vergangenheit hatte es immer wieder nur Einzelaktionen gegeben. Neu war auch, dass sich der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Protest auf der Straße beteiligte.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) erklärte über den Kurznachrichtendienst Twitter, der vierte Geburtstag von „Pegida“ sei „ein trauriger Tag für unser Land“. Es sei aber gerade kein Tag, die Hände in den Schoß zu legen. „Super, dass heute erstmals alle Protest-Initiativen in Dresden gemeinsam demonstrieren“, twitterte der Außenminister.