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Sorge vor „digitalen Analphabeten“
Politiker fordern mehr Digitalisierung in Schulen

Berlin. (epd) Der Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Thomas Rachel (CDU), hat die Schulen zu einer Öffnung für digitale Lehrmethoden aufgefordert. Die Diskussion, ob digitale Technik Klassenzimmer bestimmen oder dort völlig herausgehalten werden solle, gehe angesichts der Herausforderung durch Digitalisierung am Thema vorbei, sagte Rachel gestern Abend bei einer Veranstaltung von evangelischer Kirche und Diakonie in Berlin.

Wer glaubt, man könne es aus der Schule heraushalten, „stellt sich letztlich gegen das Leben im 21. Jahrhundert“, sagte Rachel. Dies würde „digitale Analphabeten“ produzieren.

Der CDU-Politiker sprach sich dafür aus, Kindern und Jugendlichen einen kritischen Umgang mit digitaler Technik und digitalen Inhalten nahezubringen. Quellen einschätzen und bewerten zu können sei eine Grundfertigkeit. 

FDP-Generalsekretärin Nicola Beer sagte, hinter der Digitalisierung in der Schule stehe auch die Hoffnung, dass Bildung individueller am einzelnen Schüler ausgerichtet werden könne. Es biete die Chance für eine „Eins-zu-eins-Pädagogik“. Zugleich kritisierte sie, Deutschland hinke bei dieser Entwicklung im internationalen Vergleich hinterher.



(epd)