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Frühkindliche Erziehung
Gute Kitas, schlechte Kitas

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Bei dem jetzt von der Regierung verabschiedeten „Gute-Kita-Gesetz“ hat Familienministerin Franziska Giffey immerhin der Versuchung einer generellen Gebührenfreiheit widerstanden, wie sie gerade in ihrer Heimatstadt Berlin für den Kita-Besuch eingeführt worden ist. Von Stefan Vetter

Dadurch droht die Qualität nämlich erst recht auf der Stecke zu bleiben. Bei der Gebührenfreiheit konzentriert sich die SPD-Frau deshalb vernünftigerweise auf jene Eltern, die nur wenig verdienen und deshalb besonders stark unter der Belastung leiden. Das zentrale Manko des Regierungsvorhabens besteht derweil darin, dass es keine schlüssige Antwort auf den sehr unterschiedlichen Entwicklungsstand gibt. So müssen sich Erzieherinnen in den neuen Ländern um deutlich mehr Kinder kümmern als im Westen der Republik. Je weniger eine Fachkraft aber Zeit hat, desto geringer ist die Chance auf eine individuelle Förderung des Kindes. Notwendig wäre ein bundesweit einheitlicher Betreuungsschlüssel.