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Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il soll an Krebs leiden

Seoul. Um die Gesundheit des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il scheint es schlechter bestellt zu sein als bisher angenommen. In einem Bericht des südkoreanischen Nachrichtensenders YTN, wonach Kim möglicherweise an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet, werden auch zum ersten Mal Prognosen darüber genannt, wie viel Zeit dem 67-jährigen Diktator noch bleiben könnte

Seoul. Um die Gesundheit des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il scheint es schlechter bestellt zu sein als bisher angenommen. In einem Bericht des südkoreanischen Nachrichtensenders YTN, wonach Kim möglicherweise an Bauchspeicheldrüsenkrebs leidet, werden auch zum ersten Mal Prognosen darüber genannt, wie viel Zeit dem 67-jährigen Diktator noch bleiben könnte. Demnach wird er keine fünf Jahre mehr leben. Nicht erst diese neuen Spekulationen um Kim haben die Frage nach seiner Nachfolge und der Zukunft des nordkoreanischen Regimes in den Mittelpunkt gerückt. Schon vor Monaten veranlassten die ersten Berichte über eine Erkrankung Kims die Regierung in Südkorea, sich auf den möglichen Ernstfall im kommunistischen Nachbarland vorzubereiten. Stark abgemagert, eingefallene Wangen, leicht verzogener Mund, hinkend und schütteres Haar: Die jüngsten Bilder von Kim Jong Il, die das Staatsfernsehen am vergangenen Mittwoch verbreitete, deuteten auf einen fortschreitenden körperlichen Verfall hin. Der Diktator wirkte bei dem öffentlichen Auftritt gebrechlicher als noch im April, als er zur konstituierenden Sitzung der neu gewählten Obersten Volksversammlung in Pjöngjang erschien. dpa