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Nordkorea und USA treffen sich zu bilateralen Gesprächen

Peking. Erstmals seit dem Tod von Machthaber Kim Jong Il hat Nordkorea wieder direkte Gespräche mit den USA über sein Atomprogramm aufgenommen. Unterhändler beider Seiten kamen gestern in der nordkoreanischen und amerikanischen Botschaft in Peking zusammen. "Die heutigen Gespräche waren stichhaltig und ernsthaft

Peking. Erstmals seit dem Tod von Machthaber Kim Jong Il hat Nordkorea wieder direkte Gespräche mit den USA über sein Atomprogramm aufgenommen. Unterhändler beider Seiten kamen gestern in der nordkoreanischen und amerikanischen Botschaft in Peking zusammen. "Die heutigen Gespräche waren stichhaltig und ernsthaft. Wir haben eine ganze Reihe von Punkten abgedeckt", sagte der US-Unterhändler Glyn Davies nach den jeweils zwei dreistündigen Treffen mit seinem koreanischen Gegenüber Kim Kye Gwan.Vor dem Tod Kim Jong Ils im Dezember standen die Delegationen kurz vor einer Vereinbarung, derzufolge Nordkorea im Gegenzug für ein Aussetzen seiner Uran-Anreicherung Lebensmittelhilfe erhalten sollte. Es ist das erste Mal, dass Nordkorea unter dem neuen Machthaber Kim Jong Un verhandelt. Dieser versprach zuvor, die Politik seines verstorbenen Vaters Kim Jong Il fortführen zu wollen.

Mittels der Gespräche in Peking sollen die Sechs-Parteien-Gespräche wieder in Gang gebracht werden, an denen auch China, Japan, Russland und Südkorea teilnehmen. 2009 stellte Nordkorea den diplomatischen Austausch ein, nachdem es seine zweite Atombombe getestet hatte. dapd

Foto: Young/dpa