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Meinung
Nicht aufs Bauchgefühl hören

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Das soll Sport sein? Zugegeben, es fällt nicht leicht, irgendwelche Zocker, die auf einem Gamepad herumdrücken, als richtige Athleten anzusehen. Doch in diesem Fall sollte man sein Bauchgefühl einmal außer Acht lassen.

Es wäre eine kluge und pragmatische Entscheidung, den E-Sport in die Familie der Sportarten aufzunehmen.

Umsätze, Zuschauerzahlen und die Masse an Aktiven beweisen es: Der E-Sport ist auf einem rasanten Vormarsch. So oder so. Warum sollte der organisierte Sport also darauf verzichten, diese Entwicklung mitzugestalten? Organisationen wie der Deutsche Olympische Sportbund könnten dabei helfen, bestimmte Werte und Normen im E-Sport zu implementieren. Und sich in Debatten einbringen – etwa über das Thema Gewaltspiele.

Außerdem: Es gibt schon Argumente, Profi-Zocker als Sportler anzusehen. Sie trainieren hart, müssen schnell reagieren und strategisch denken. Und sie messen sich in fairen Wettkämpfen. Wenn Schach und Autorennen Sport sind, warum nicht E-Sport?