| 00:24 Uhr

Forschungsprojekt der Technischen Universität Kaiserslautern
Neue Studie entlastet Google vom ,,Filterblasen“-Vorwurf

Kaiserslautern/Saarbrücken . (epd) Eine Analyse von Google-Suchergebnissen zu Parteien und Politikern vor der Bundestagswahl kommt zu dem Schluss, dass die Personalisierung von Suchergebnissen geringer ist als ursprünglich angenommen.

Die „Filterblase“, bei der ein Nutzer letztlich immer häufiger das liest, was er erwartet, wäre demnach zumindest bei Google wenig ausgeprägt.

Die Ergebnisse stellte gestern Uwe Conradt vor, der Direktor der saarländischen Landesmedienanstalt. Sie hatte das Projekt mit finanziert. Unter Leitung der Informatikprofessorin Katharina Zweig von der Technischen Universität Kaiserslautern hatten Forscher die Google-Suchergebnisse von mehr als 1500 freiwilligen Datenspendern in den fünf Wochen vor der Bundestagswahl am 24. September 2017 analysiert. Alle vier Stunden suchten sie automatisiert nach 16 definierten Namen von Parteien und Politikern. Die Suchergebnisse der jeweiligen Nutzer zu prominenten Politikern wiesen eine sehr hohe Ähnlichkeit auf.