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Wegen illegaler Finanzgebaren
Mexikos Parteien bekommen Millionenstrafen auferlegt

Mexiko-Stadt. Mexikos designierter Präsident hat eine Millionenstrafe wegen illegaler Finanzgebaren gegen seine Partei als niederträchtigen Racheakt bezeichnet. „Wir sind nicht korrupt oder haben uns etwas Unrechtmäßiges zuschulden kommen lassen“, twitterte Andrés Manuel López Obrador gestern.

Er kündigte an, wegen der Geldstrafe vor Gericht zu gehen.

Nach Angaben der mexikanischen Wahlbehörde von Mittwoch verstießen López Obradors Morena-Partei, die regierende PRI und auch die oppositionelle PAN-Partei gegen Gesetze „über den Ursprung und die Bestimmung von Ressourcen“. Demnach wurde Morena eine Strafe von 197 Millionen Pesos (rund 8,9 Millionen Euro) auferlegt, weil die Partei über einen vermeintlichen Hilfefonds für Erdbebenopfer große Geldsummen an Parteimitglieder verteilt habe. Die Wahlbehörde sprach von betrügerischen Handlungen. Auch die Regierungspartei PRI muss umgerechnet rund 1,7 Millionen Euro Strafe zahlen. Auf ihr Konto sollen Gelder geflossen sein, die aus zurückbehaltenen Löhnen für Arbeiter im Bundesstaat Chihuahua stammen sollen.

Die konservative Oppositionspartei PAN soll finanzielle Zuwendungen von einer verbotenen Organisation angenommen und für die Wahlkampagne ihres Kandidaten Ricardo Anaya verwendet haben. Gegen sie verhängte die Behörde eine Strafe von umgerechnet rund 136 000 Euro.



(dpa)