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Mexiko
Konsequenzen nach Grenz-Unruhen

Auch gestern standen Migranten aus Mittelamerika im mexikanischen Tijuana vor Sicherheitskräften an der US-Grenze. Hunderte hatten am Sonntag versucht, sie zu überwinden. Es kam zu Unruhen.
Auch gestern standen Migranten aus Mittelamerika im mexikanischen Tijuana vor Sicherheitskräften an der US-Grenze. Hunderte hatten am Sonntag versucht, sie zu überwinden. Es kam zu Unruhen. FOTO: dpa / Omar Martinez
Tijuana/Washington. Mexiko kündigt Abschiebungen an, US-Präsident Trump fordert „Durchgreifen“. dpa

Nach einer Eskalation an der Grenze zwischen den USA und Mexiko verschärfen die Regierungen beider Länder ihren Kurs gegenüber Migranten aus Mittelamerika. Rund 500 Menschen hatten am Sonntag in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana versucht, illegal die Grenze zu den USA zu überqueren. Das mexikanische Innenministerium kündigte danach an, die an den Unruhen Beteiligten umgehend abzuschieben. US-Präsident Donald Trump forderte ein „Durchgreifen“.

Hunderte Migranten hatten versucht, die Grenze über die Grenzposten San Ysidro und El Chaparralzu zu überwinden. Die mexikanische Polizei hatte sie nicht aufhalten können, US-Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein. Der Chef der US-Grenzschutzbehörde rund um San Diego, Rodney Scott, sagte gestern, die Migranten hätten Grenzbeamte zum Teil mit Steinen beworfen. Nach Behördenangaben sind derzeit in Mexiko rund 8200 Menschen aus Mittelamerika Richtung Grenze unterwegs. Sie fliehen vor Gewalt, Elend und wirtschaftlicher Not in ihrer Heimat und wollen in den USA um Asyl bitten. Nach den Unruhen schrieb Trump auf Twitter, Mexiko müsse die Migranten, unter denen viele „eiskalte Verbrecher“ seien, zurückschicken. Falls nötig, werde die US-Regierung die Grenze dauerhaft schließen.