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Fünf Serben verhaftet
Merkel will europäische Perspektive für den Balkan

Kanzlerin 
Angela Merkel (CDU)
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) FOTO: dpa / Michael Kappeler
London. Trotz aller Einwände gegen eine schnelle EU-Erweiterung setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf die weitere Annäherung der Westbalkan-Staaten an Brüssel. Es gehe darum, „die Region mit einer europäischen Perspektive auszustatten“, sagte Merkel nach einer Konferenz europäischer Spitzenpolitiker mit den Staats- und Regierungschef von sechs Balkanstaaten am Dienstag in London.

Mit diesem Ziel solle die Verbindung zwischen diesen Ländern gestärkt werden. Das könne durch den Ausbau der Infrastruktur, der wirtschaftlichen Kooperation und einen breiten Jugendaustausch geschehen. Zuvor hatten Spitzenpolitiker aus der EU mit ihren Amtskollegen aus Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien über eine engere wirtschaftliche Kooperation beraten.

Wenige Stunden vor Konferenzbeginn war ein schwerer Streit zwischen Serbien und dessen früherer Provinz Kosovo ausgebrochen. Belgrad drohte nach der Verhaftung von fünf Landsleuten im Kosovo mit dem Ende des Kosovodialogs. Die Strafverfolgungsbehörden im Kosovo setzten ein Signal der Entspannung, indem sie die fünf Serben nach Verhören wieder freiließen. Sie sollen gegen die Verfassung des Landes gearbeitet haben, sagte Parlamentspräsident Kadri Veseli.